Die Schutzengel der Gelbschnabel-Sturmtaucher

Seit 10 Jahren kümmern sich Naturschützer der Organisation WWF/Adena auf Alegranza auch um den Schutz der größten Gelbschnabel-Sturmtaucher-Population der Kanaren, die dort zehn- bis zwölftausend Paare umfasst.

In der Zeit von Frühsommer bis November, zur Brut- und Aufzuchtphase der Pardelas, wie hier die Vögel heißen, halten sich die überwiegend freiwilligen Helfer auf der Insel auf. Während ihrer regelmäßigen Kontrollgänge, halten sie Ausschau nach Nestplünderern, die es auf Eier und Küken dieser Vogelart abgesehen haben, um ihren Speiseplan anzureichern.

Früher, als es noch schwere Notzeiten gab, waren Pardelas und ihre Eier als Nahrungsquelle wichtig für die Insulaner, seit 1986 ist die Jagd jedoch verboten, um diese gefährdete Vogelart zu schützen. Die Tradition lebt leider nach wie vor in vielen Familien weiter, und die Wilderer gehen auch im Schutze der Dunkelheit sehr gerne den verbotenen Jagd- und Sammelaktivitäten nach. Zwar sind die Naturschützer rund um die Uhr unterwegs, dennoch gelingt es Wilderern hin und wieder, Beute zu machen, da Pardelas ihre Bruthöhlen und Nistplätze über die gesamte Insel verstreut anlegen.

Pardelas haben einen lachenden Ruf, der nach einer Horde Mickey Mouse klingt: