Kanaren: Verdoppelung der Subventionen für den Transport landwirtschaftlicher Produkte

Die Kanarische Regierung teilt mit, dass die bisherigen Subventionen für den See- und Lufttransport landwirtschaftlicher Produkte von 50% auf 100% erhöht werden. Diese neue Regelung, die von der Europäischen Kommission bereits genehmigt wurde, gilt rückwirkend für den Zeitraum 1.1.2007 bis 31.12.2013. Sie umfasst die Kosten für den See- und Lufttransport innerhalb der Kanaren und von den Kanaren in EU-Länder und gilt für landwirtschaftliche Produkte, die auf den Kanaren hergestellt oder verarbeitet wurden sowie für Viehfutter, das aus der EU auf die Kanaren eingeführt werden muss, wenn es nicht oder nicht in den benötigten Mengen auf den Inseln existiert.

Um die Subventionshöhe unter Kontrolle zu halten gelten Pauschalen, die in regelmäßigen Abständen ermittelt werden. Dabei werden die Kosten für das günstigste Transportmittel sowie für den kürzesten Transportweg zugrunde gelegt, zuzüglich aller anderen, mit dem Transport verbundenen Kosten und Gebühren, wie beispielsweise (Flug-)Hafen-, Umschlag- und Sicherheitsgebühren. Neben den Pauschalen für die interinsularen Transporte gibt es Pauschalen für den übrigen Luft- sowie Seetransport. Zu deren Ermittlung werden die Transportkosten zwischen dem Flughafen Madrid-Barajas bzw. dem Hafen Cádiz und den kanarischen (Flug-)Häfen zugrunde gelegt.

Die Gesamthöhe dieses Subventionspakets wird mit 178,5 Millionen Euro veranschlagt, d.h. mit jährlich 25,5 Mio. Euro.

Es wird damit gerechnet, dass es bezogen auf die Kanaren bereits im März eine identische Subventionsregelung geben wird für alle weiteren Produkte, deren Transport staatlich bezuschusst wird.

Nutznießer der Subventionen sind, je nach Fall, die Absender oder Empfänger der Transportwaren.

Ob, wie und in welcher Höhe die Endverbraucher auch von den nachträglich gewährten Subventionen profitieren sollen, stand leider nicht in der Erklärung der kanarischen Regierung.