Lanzarote: Archäologische Funde aus dem 10. Jahrhundert v. Chr.

Im Rahmen wissenschaftlicher Studien unter der Leitung des Archäologen Pablo Atoche sind Ansiedlungsreste, die auf Lanzarote gefunden wurden, auf das 10. Jahrhundert v. Chr. datiert worden. Das Team aus Biologen, Archäologen, Historikern und Bodenkundlern der Universitäten von Las Palmas/Gran Canaria und La Laguna/Teneriffa sowie vom Botanischen Garten La Orotava/Teneriffa untersucht seit 2005 Spuren früherer menschlicher Ansiedlungen an verschiedenen Orten auf Lanzarote. Organisches Material wurde anhand der C14- bzw. Radiokarbonmethode in einem Labor in Florida untersucht.

Die bisherigen Auswertungen haben ergeben, dass die ältesten Ansiedlungen aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. stammen. Fundstücke geben dabei Hinweise auf Siedler aus dem Mittelmeerraum, denn Keramikscherben von Amphoren und anderen Behältnissen, Metall-Objekte aus Kupfer, Eisen und Bronze sowie Glasperlen können der phönizisch-punischen Kultur sowie auch der späteren römischen Kultur zugeordnet werden.

Untersuchungen an Sedimenten und alten Pollen haben zudem ergeben, dass Lanzarote vor dreitausend Jahren eine viel üppigere Vegetation und eine wesentlich höhere Artenvielfalt von Pflanzen vorzuweisen hatte als heutzutage. U.a. war die Kanarische Kiefer auch auf Lanzarote beheimatet.

Es bleibt spannend, welche weiteren Informationen und Ergebnisse die noch nicht abgeschlossenen Studien liefern werden.