Lausige Zeiten: Die Cochenille

Dieses Jahr sind 500.000,- Euro für die Weiterentwicklung des Cochenille-Anbaus vorgesehen (noch nicht abschließend genehmigt). Damit das Geld nicht sinnlos vergeudet wird, setzt sich die christlich-konservative Partei PP (Partido Popular) zur Zeit für eine rasche und gründliche Planung des vorgesehenen Verarbeitungs- und Entwicklungszentrum (Centro de Transformación e Investigación de la Cochinilla) ein. Ziel dieses Zentrums ist zum einen ein effizienter und effektiver Anbau der Laus; und zum anderen der Erhalt dieser Tradition auf Lanzarote. Darüber hinaus könne das Zentrum zukünftig auch für die Entwicklung des Aloe-Vera-Anbaus oder von Aromapflanzen genutzt werden. Auch sind Initiativen vonseiten des Cabildos geplant, Jugendliche an die Tradition des Cochenille-Anbaus heranzuführen. Die Weltmarktpreise für Cochenille liegen zur Zeit bei nur 12 Euro/Kilo (vor zwanzig Jahren lagen sie bei rund 70 Euro/Kilo). Unser Nachbar Pedro gehört zu den wenigen, noch aktiven Cochenille-Bauern. Der Bayerische Rundfunk hat ihn vor einem Jahr besucht und einen Dokumentarfilm gedreht. Nachtrag: Arte war im April u.A. bei Pedro zu Gast, um über das Thema einen Film zu drehen. Dieser wurde am 12.5.2006 im Rahmen der Reihe „Zucht und Ordnung“ gesendet.