Rundwanderung Barranco de Tenegüime – kurze Variante

Teguise

Gemeinde: Teguise
Schwierigkeitsgrad: mittel (nur für Personen geeignet, die auch halbhohe Mauern überwinden können)
Gehzeit: ca. 1,5 h (lange Varianten der Barrancotour gibt es hier und hier)

Vogelschützer weisen darauf hin, dass vom 1. März bis Mitte Juni zwei vom Aussterben bedrohte Schmutzgeierpaare Brutpflege betreiben. Verhalten Sie sich ruhig und bleiben Sie auf den ausgetretenen Pfaden.

Die Mitnahme von Hunden ist dort ganzjährig untersagt.


Ausgangs- und Endpunkt
ist der Friedhof von Guatiza, der westlich außer- bzw. oberhalb des Dorfes liegt.

Anfahrt: Zu erreichen z.B., indem – aus Richtung Süden kommend – im Dorf Guatiza die 1. Straße nach links abgebogen wird. Das Sträßchen führt zum westlichen Ortsausgang und über eine kleine Brücke über die Schnellstraße, hoch zum gut sichtbaren Friedhof, wo geparkt wird (und weiter bis nach El Mojón).

Erster Abschnitt – ca. 1 Stunde Gehzeit: Vom Friedhof bis zum „Kletterfelsen“ im Barranco:

Zu Fuß geht es die Straße zunächst zurück bis zur kleinen Brücke. Unmittelbar davor geht es nach links in eine Piste ab, die parallel zur Schnellstraße verläuft. Nach kurzer Gehzeit beginnt auf der rechten Wegseite eine Leitplanke. Am Ende dieser Leitplanke geht’s links in einen Feldweg, der Richtung Barranco führt (in Sichtweite sind 2 kleine weiße Würfelhäuschen zu sehen).

Einige Mühlen des Windparks sind auf der Hochebene zu sehen. Wir steuern nun Richtung Barranco bzw. Mühlen und folgen zunächst einer Schotterpiste, die nach einer Weile endet. Nun geht es querfeldein: Richtung Barranco ist immer deutlicher eine kreisförmig gemauerte Konstruktion zu sehen – es handelt sich dabei um die bauliche Sicherung eines historischen Brunnens. Der Brunnen wird angesteuert und inspiziert. Er ist sehr tief, aber seit etlichen Jahren ohne Wasser.

Ab dem Brunnen wird in +/- nördliche Richtung das noch flache Barrancobett durchquert, wo links in einen Pfad gebogen wird.

Fortan wird dem Barrancobett gefolgt – zunächst überwiegend rechts davon auf dem Pfad und nur kurze Abschnitte im Barrancobett; danach geht’s überwiegend im Barrancobett weiter.

Beim Durchwandern des Barrancos müssen ab und zu kleinere Felsen und auch eine Steinmauer kletternd überwunden werden, was jedoch keine größeren Probleme bereitet angesichts zahlreicher, stufenförmiger Felsformationen.

In den imposanten Steilwänden und in den von Höhlen durchsetzten Basaltsäulen nisten zahlreiche Vogelarten (s.u.).  Wir konnten heute mit dem Fernglas ein großes Nest entdecken und die Fütterung von 2 Jungvögeln beobachten. Vorbei wandernde, einheimische Naturkundler sagten, dass es sich um Schmutzgeier handeln würde (von denen es auf Lanzarote nur noch wenige Exemplare gibt). Trinkwasser liefern nach Regenfällen u.a. diverse kleine Tümpelchen und -pfützen, in denen Dank des lehmigen Bodens des Barranco-Betts auch viele Tage später noch Wasser steht.

Nach ca. 1 Stunde Gehzeit wird eine höhere Felswand erreicht, die wir „Kletterfelsen“ getauft haben.

Zweiter Abschnitt – Vom „Kletterfelsens“ bis zum Friedhof

Kurz vor dem „Kletterfelsen“ führt linkerhand ein kleiner Pfad zur Hochebene oberhalb des Barrancos (ist bei genauem Hinschauen gut zu erkennen). Weiter oben teilt sich der Pfad. Wir halten uns links, aber nach wie vor bergauf. So stoßen wir auf eine Piste, in die nach links eingebogen wird.

Diese Piste führt zunächst in Richtung Friedhof, der alsbald sichtbar wird. Anschließend geht es querfeldein Richtung Friedhof, der nicht zu verfehlen ist, da er immer im Blickfeld bleibt.

Fauna und Flora im Barranco de Tenegüime:

Ein Hinweis vorab: Der Barranco de Tenegüime steht unter Landschaftsschutz, denn er beherbergt auch seltene und endemische Vogel- sowie Pflanzenarten. Der Mensch darf sich hier aufhalten, allerdings nur als stiller Bewunderer, Beobachter und Wanderer. Das Mitführen oder gar Aussetzen von Hunden oder anderen Tieren ist verboten.

Auswahl der Flora im Barranco de Tenegüime:

Auswahl einiger Vogelarten im Barranco de Tenegüime:

  • Burhinus oedicnemus (Triel / alcaravan común),
  • Alectoris bárbara (Klippenhuhn / perdiz moruna),
  • der auf Lanzarote häufig vorkommende Anthus berthelotii (Kanarenpieper / bispita caminero),

an den Steilhängen:

  • Falco tinnunculus canariensis (Turmfalke / cernícalo),
  • Columba livia canariensis (Felsentaube / paloma bravía),
  • Neophron percnopterus (Schmutzgeier / guirre od. alimoche),
  • der – wie der Schmutzgeier – unter strengem Schutz stehende Gelbschnabel-Sturmtaucher Calonectris diomedea (pardela).

März 2017

November 2016

März 2016

Februar 2009 – dieser Winter war sehr feucht:

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