Gemütlicher Aufstieg zum Monte Corona und zurück nach Yé

Haria

Gemeinde: Haría
Schwierigkeitsgrad: mittel
Gehzeit: ca. 1,5 h

Diese Strecke entspricht auf der ersten Teilstrecke der Wanderung Nr. 5 des “Rother Wanderführers“, auf den wir für die detaillierte Wegbeschreibung verweisen. Abweichend davon machen wir auf der zweiten Teilstrecke einen Schlenker über die “Bodega Los Almacenes”, die einen schönen Bodega-Laden beherbergt (s. weiter unten).

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Monte Corona zu besteigen. Die Tour ab Yé ist die einfachste und schnellste und startet ca. 150 m links von der – außerhalb der Ortschaft liegenden – Dorfkirche, vor der man gut parken kann.

Ca. 150 m links von der Kirche, wenige Meter vor dem 2. Haus von links von der Kirche aus gezählt, beginnt der Weg. Zwischen zwei kleinen kniehohen Pfeilern ist meistens eine Kette gespannt, so dass keiner mit dem Auto passieren kann, was ansonsten mit Sicherheit der ein oder andere Gipfelstürmer tun würde, um den kurzen Weg noch weiter zu verkürzen, denn der Feldweg könnte auch bequem mit dem Auto befahren werden bis zu einer Stelle, an der es eine Art Wendeplatz gibt. Ab dort ist der Weg nur noch ein Pfad, der an einer einsamen Palme vorbei führt, die als Orientierungshilfe für den Abstieg gute Dienste leistet, falls – abweichend von der beschriebenen Rundwanderung – für den Rückweg dieselbe Strecke gewählt wird.

Ab dieser markanten Palme wird der Pfad steiler – insgesamt ist er jedoch relativ leicht zu bewältigen, da die Gehzeit ab Kirche bis zum Kraterrand nur knapp eine halbe Stunde dauert. Für die Aufenthaltsdauer am Kraterrand sollte man sich Zeit gönnen, denn der Blick ist phantastisch; und der Bereich vorm Kraterrand relativ flach, so dass man die Gegend leicht erkunden kann.

Ab hier gehen wir zunächst – wie im Wanderführer beschrieben – unterhalb einer Natursteinmauer weiter Richtung “Torrecilla”, einem deutlich sichtbaren Herrenhaus. Entgegen der Beschreibung im Wanderführer verliert sich der Pfad nicht, sondern führt serpentinenförmig den Abhang hinab (d.h. es ist nicht erforderlich, auf die Mauer zu klettern), bis zu einem Zaun (s. Kommentar unten von 2014), der den ursprünglichen Weg versperrt und ein großes Grundstück einfriedet. Zwischenzeitlich hat sich direkt am Zaun entlang ein Pfad gebildet, dem wir nun folgen, und der auf eine Piste führt, in die wir nach links abbiegen. Wenig später biegen wir noch einmal nach links und gehen so direkt und bequem zur Bodega “Los Almacenes”. Die Piste verläuft durch das Gehöft und endet kurz darauf auf der LZ 201. Im Bodega-Laden gibt es Wein, Käse und Souvenirs zu kaufen. Der Käse (aus Órzola) ist köstlich, und der süße Malvasía als Dessertwein o.ä. gut.

Auf der LZ 201 biegen wir nach links ab und gehen ein kurzes Stück auf der Straße bis nach Yé. Wir biegen nach links ins Dorf, durch das wir schlendern und nach einer gemütlichen Dorfbesichtigung zur Kirche zurück.

Fotos 2006: Nach außergewöhnlich lang anhaltenden und kräftigen Regenfällen war insbesondere der gesamte Inselnorden im Winter und Frühjahr 2006 von einem grün-bunten Blumenmeer überzogen, so dass unsere Märzwanderung eher einer Gräser-, Blumen- und Blütenschau glich:

Im Juli 2006 waren viele Pflanzen verdorrt. Nicht die Weinpflanzen, an denen dicke Trauben hingen. Auch der zahlreiche Fenchel sorgte für Farbtupfer sowie einige klassische Trockengebiet-Pflanzen. Hier einige Juli-Aufnahmen:

Im Januar 09 präsentiert sich die Insel außergewöhnlich grün, da es seit September (!) 2008 viele Regentage gegeben hat. Diesmal haben wir uns mit wunderbarem Käse und Malvasía-Wein in der Bodega “Los Almacenes” eingedeckt (täglich von 11:00 – ca. 18:00 h geöffnet). Das Gehöft besteht aus mehreren Gebäuden. Der Käse lagert in einem separaten Raum.

3 Gedanken zu „Gemütlicher Aufstieg zum Monte Corona und zurück nach Yé

  1. Aus einer Leserzuschrift von Klaus und Lisa St. aus Marburg vom 18.4.14: “Bei der Rundwanderung von Yé aus zum Monte Corona haben wir eine Neuerung festgestellt, die Sie vielleicht noch nicht kennen: Wir haben den Abstieg nach Ihrer Beschreibung gemacht und sind dann, uns links von der Natursteinmauer haltend, am unteren Ende des steilen Serpentinenpfads auf einen ganz neuen (!) Stacheldrahtzaun gestoßen. Wir konnten diese Einzäunung nach links umgehen, aber das ist etwas mühsam und vielleicht auch nicht erwünscht. Die Bodega haben wir dann auf regulären Wegen erreicht.”
    Vielen Dank für diesen Hinweis! Wir werden so bald wie möglich nach einem alternativen Weg Ausschau halten.

  2. Die Beschreibung ist klasse. Wir haben den Weg hin und zurück mit Pause am Krater in 1.5 Stunden geschafft.
    Ein sehr schöner Spaziergang.

  3. Auch wir haben die Tour zum Monte Corona schon mehrmals von Ye aus gemacht.Diesmal nahmen wir auch den Trampelpfad – linksseitig vom Kraterrand für den Abstieg, wie in einer Tour beschrieben.Zuerst ging es sich ganz gut,bis der Pfad endete.Weglos ging es über Stock und Stein den Berg hinunter,was manchmal ganz schön anstrengend war.Eingezäunte Felder,Weinberge behinderten unseren Weg.Es gab kein zurück mehr-kleine Mauern mussten überwunden werden.An einem Zaun entlang irrten wir Richtung Ye.Nach einiger Zeit sahen wir vor uns einen Schotterweg der uns zu einem Weingut brachte.Dort angekommen waren wir froh- und genossen unsere schöne Wanderung in gemütlicher Runde.
    H

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