Thunfischfänger kehren enttäuscht zurück

Die Krise der lanzarotenischen Thunfischflotte spitzte sich im November 1999 zu, als Marokko das Fischereiabkommen nicht erneuerte. Sieben Jahre in Folge durften die Thunfischfänger nicht mehr in ihr Haupttätigkeitsgebiet von einst, und zahlreiche Fischer mussten ihren Beruf aufgeben.

Im Rahmen des neuen Fischereipartnerschaftsabkommens durften zur diesjährigen Fangsaison zehn Boote der mittlerweile sehr kleinen Thunfischflotte Lanzarotes vor Marokkos Küste auf Fang gehen. Im Frühjahr wurde in See gestochen, und heute kamen die letzten Boote zurück. Die Bilanz liest ich allerdings nicht positiv:

Nur knapp 500 Tonnen wurden insgesamt gefangen, so wenig wie noch nie. Mit großer Sorge wird nun verfolgt, ob der Marktpreis hoch genug sein wird, um wenigstens die monatlichen Kosten von 25.000,- bis 30.000,- Euro je eingesetztem Schiff zu decken.

Das einzige, was die frustrierten Fischer noch bei der Stange hält, ist das geplante Abkommen zwischen Portugal und Spanien über den Einsatz von 38 kanarischen Fangschiffen vor den Azoren und Madeira; im Gegenzug dürfen 38 portugiesische Fangschiffe in spanischen Gewässern auf Thunfischfang gehen.