Kanaren: „Neue Normalität“-Regelungen speziell für Inselgäste

Dieser Beitrag wird oben fixiert, so lange es diese Regelungen gibt. Und er wird aktualisiert, sobald wir von Neuerungen/Änderungen erfahren haben:

Seit 21. Juni ist der Alarmzustand beendet und es gilt die „neue Normalität“. Die meisten Regelungen gelten für ganz Spanien, einiges wird regional bzw. lokal geregelt.

Nachfolgend eine Auswahl der Regelungen, die für Kanaren-Touristen bzw. speziell für Lanzarote-Gäste von Bedeutung sind:

Generell:

Es wird auf die Vernunft der Bürger und der Besucher gesetzt, sich weiterhin vorsichtig und umsichtig zu verhalten, damit sich Covid-19 nicht ausbreiten kann.

Für Einreisende – sowohl aus dem Ausland als auch vom spanischen Festland – gilt zusätzlich:

  1. Ein QR-Code (quadratische, schwarz-weiße Matrix) muss bei der Einreise präsentiert werden. Details dazu gibt es > hier.
  2. Temperaturkontrolle,
  3. Sichtkontrolle.

Sollten Zweifel bestehen, erfolgt eine ärztliche Untersuchung.

PCR-Tests vor der Abreise sind zwar erwünscht, aber (noch) nicht verpflichtend – dies konnte die Kanarische Regierung bislang nicht durchsetzen. Es ist jedoch nach wie vor geplant, PCR-Tests zumindest fallweise bei der Einreise durchzuführen. Details dazu sind noch in Bearbeitung.

Abstandsregeln & Gesichtsmasken:

Allgemein gilt die Abstandsregel von 1,50 m zwischen Personen oder Personengruppen.

Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes für Erwachsene sowie für Kinder ab 6 J. Ist immer Pflicht

  • wenn dieser Abstand nicht eingehalten werden kann,
  • für Zuschauer von Sport- oder Kulturveranstaltungen,
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi, Flugzeug, Schiff) sowie
  • in geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, z.B. in Geschäften, in Gesundheitszentren, in Museen, beim Friseur, in Behörden, usw.
    Ausnahmen: Gastronomiebetriebe sowie Privaträume.

Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen sollte, benötigt ein Attest.

Selbstgenähte Masken sollen zwar nicht getragen werden, sind in der Praxis allerdings häufig zu sehen.

Strand & Meer, Naturbecken u.ä.:

Es gelten – auch im Wasser – die allgemeinen Abstandsregeln. Das Strandleben sowie alle Wassersportaktivitäten werden von jeder Gemeinde – also unterschiedlich – geregelt und organisiert, und die Gemeinden müssen auch darauf achten, dass die Kapazitätsgrenzen nicht überschritten werden. An unserem Lieblingsstrand (in Arrieta) weht dauerhaft die gelbe Flagge, d.h. dass mit Vorsicht gebadet werden soll. Ab und zu tönt aus einem knarrenden Lautsprecher auf spanisch, deutsch und englisch, man möge doch auf die Sicherheitsabstände usw. achten.

Sanitärbereiche: 50% der Kapazität darf geöffnet/genutzt werden, sofern mehr als eine Toilette vorhanden ist. Duschen, Umkleidekabinen, Fußbäder u.ä.: Nutzung jeweils nur von einer Person. Ausnahmen: Personen, die Unterstützung benötigen. Die Gemeinden sind für die gründliche Reinigung und Desinfektion verantwortlich.

Zwischen kommerziell aufgestellten Strandliegen, Sonnenschirmen und sonstiger Strandmöblierung muss ein Abstand von 2 m bestehen. Strandliegen dürfen auch paarweise aufgestellt werden; aber mit einem Tisch dazwischen. Die Utensilien sind vor Gebrauch zu desinfizieren – ebenso wie die Hände der Nutzer.

Sport am Strand: Nur einzeln oder zu zweit und ohne Körperkontakt.

Schüler-/Freizeitgruppen sind zugelassen bis maximal 20 Personen pro Gruppe (oder weniger, je nach Gemeinde).

Touristische Sehenswürdigkeiten:

Ohne spezifische Personenbegrenzungen. Alle von der Inselregierung betriebenen Attraktionen – also der Timanfaya Nationalpark, Jameos del Agua, Cueva de los Verdes, Mirador del Río, Monumento al Campesino, der Kaktusgarten und das Museum für zeitgenössische Kunst MIAC im Castillo de San José – sind seit 19.6. wieder geöffnet. Die besucherfreie Zeit wurde für umfangreiche Schönheitsreparaturen genutzt. > Öffnungszeiten

Touristische Führungen

In Gruppen bis maximal 25 Personen. Es dürfen keine Audiogeräte und Broschüren ausgegeben werden.

Gastronomie:

Es gibt kein Belegungslimit. Für ausreichenden Tischabstand ist jedoch zu sorgen. Speisekarten zum Anfassen/Durchblättern sowie Essig-Öl- sowie Salz-Pfeffersets sind verboten; stattdessen werden verpackte Einzelportionen gereicht. Viele Lokale bieten ihre Speisekarten digital als QR-Code an.

Vor jeder Neubelegung der Tische muss das Geschirr vorher abgetragen und die Tische gereinigt worden sein.

Hotels/Herbergsbetriebe:

Es gelten strenge Hygiene- sowie die allgemeinen Masken- und Abstandsregeln. Animation nur unter freiem Himmel. Buffet: Das Personal wird hinter Schutzvorrichtungen stehen und die Teller individuell befüllen. Es gibt keine Tischdecken / Tischdekorationen u.ä.

Fahrstuhlnutzung:

Tragen alle Personen Gesichtsmasken, dürfen mehrere fremde Personen dieselbe Kabine benutzen. Ansonsten nur eine Person oder mehrere Personen, sofern sie im selben Haushalt leben.

Einkaufszentren und Geschäfte:

Bis zu 75 % der zugelassenen Besucherzahl sowie Besucherlenkung, damit sich die Wege der Kunden möglichst nicht kreuzen. Vor dem Betreten eines Geschäfts sind die Hände zu desinfizieren; entsprechende Spender befinden sich im Eingangsbereich.

Märkte:

Kleinere Märkte finden statt. Auch der schöne Samstagsmarkt von Haría (10:00 h – 14:00 h – zur Zeit noch mit reduzierter Standzahl) sowie der Samstagsmarkt in Arrecife auf dem Platz vor der Kirche San Ginés (8: 00 h – 14:00 h).

Der ansonsten große Sonntagsmarkt von Teguise findet nicht statt bzw. soll zunächst auf den kleinen Bereich mit landwirtschaftlichen Produkten sowie auf einige Stände von Kunsthandwerkern beschränkt werden – die Website von Teguise gibt sich bedeckt bezüglich genauer Termine. Der Linienbusverkehr dorthin ist b.a.w. eingestellt.

Aktivtourismus:

Ohne Einschränkungen.

Discos / Nachtclubs u.ä.:

Es darf nicht getanzt werden; auch nicht unter freiem Himmel.

Kino und Theater:

Tickets sind vorab zu reservieren. Für Abstände zwischen den Zuschauern muss gesorgt sein.

Öffentliche Veranstaltungen:

Möglich für maximal 1000 Personen im Freien und 300 in geschlossenen Räumen. Ausnahmen bedürfen einer Sondererlaubnis:

Mehrtägige, turnusmäßige „Fiestas“ sowie andere größere Veranstaltungen:

Sind bis b.a.w. abgesagt worden. Darunter auch die Wallfahrt und das große Inselfest im September zu Ehren der Schutzheiligen von Lanzarote.


Veränderte bzw. abgeschaffte Regelungen

Es dürfen nun doch Personen aus verschiedenen Haushalten in derselben Ferienunterkunft wohnen. Die skurrile Regelung vom 20.6.20, die das Aus für Bed-and-Breakfast, Jugenherbergen, Hostels u.ä. bedeutet hätte und wonach auch gemeinsam Reisende aus unterschiedlichen Haushalten nicht unter einem Dach hätten urlauben dürfen, wurde glücklicherweise am 4.7.20 aufgehoben.