Küste vor Charco del Palo: Pardela-Wilderer festgenommen

Seit 1986 ist die Jagd auf Pardelas verboten, wie hier die Sepiasturmtaucher heißen (vormals Gelbschnabel-Sturmtaucher). Die Tradition lebt leider nach wie vor in einigen Familien weiter. Besonders beliebt sind als Jagdbeute Eier, Küken und Jungtiere dieser Vogelart, die Klippen, Vulkanspalten, Höhlen und Vertiefungen in Küstennähe als Brutorte wählt.

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Sinnlose Maßnahmen zur Viruseindämmung

Seit gestern protestiert ein Bauer vor dem Gebäude der Inselregierung, weil die Wochenmärkte coronabedingt geschlossen wurden. Deshalb bleibt er auf seinen Produkten sitzen.

Dass keine Wochenmärkte stattfinden dürfen, ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Supermärkte haben indes – abgesehen von der generellen Maskenpflicht – ohne Einschränkung geöffnet.

Viele Maßnahmen sind hier mehr als hanebüchen:

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„Mareas del Pino“ – zur Zeit extreme Gezeiten – heute am Famara-Strand

Zu Voll- und Neumond sind die Tiden generell stärker ausgeprägt, weshalb in dieser Zeit bei Ebbe Strandspaziergänge besonders viel Freude bereiten.

Im September, dem Monat der Schutzheiligen „Virgen del Pino“, sind die Gezeiten (spanisch „mareas“) zu Voll- und Neumond besonders stark ausgeprägt. Deshalb ist sie hier Namenspatronin für dieses Naturphänomen geworden.

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Hausbesetzung gilt nun als Einbruch

Hausbesetzer – hier „Okupas“ genannt – hatten bisher ein leichtes Spiel, sich über Monate oder gar Jahre in Immobilien einzunisten, die ihnen nicht gehören. Auf Lanzarote gibt es zahlreiche besetzte Häuser und Wohnungen.

2018 wurde ein neues Gesetz verabschiedet, Zwangsräumungen im Express-Verfahren durchführen zu können. Die Praxis zeigte jedoch, dass es kaum einfacher geworden ist, die ungebetenen Dauergäste wieder loszuwerden.

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Dieses Jahr sind bereits 5.210 Bootsflüchtlinge auf den Kanaren angekommen

Gestern kam auf Gran Canaria das 192. Flüchtlingsboot in 2020 auf den Kanaren an. Diesmal waren 142 Migranten aus Subsahara an Bord. Am selben Tag waren bereits mehrere Boote aus Marokko angekommen.

In der ersten Septemberhälfte gab es mit 1.331 Migranten besonders viele Ankünfte.

Zur Zeit sucht die kanarische Küstenwache per Flugzeug nach einem Schlauchboot mit 34 Insassen, das um 4:00 Uhr morgens an der Südwestküste von Marokko abgelegt hat. Die Insassen baten telefonisch um Hilfe, nachdem der Bordmotor ausgefallen war.

Playa de la Cantería: 50-Jähriger ertrunken

Die gefährlichen Strömungen an der Playa de la Cantería bei Órzola fordern immer wieder Todesopfer. Heute Nachmittag versuchten Strandbesucher, einen Mann zu retten, indem sie ihn an Land zogen und versuchten, ihn wiederzubeleben. Leider ist das auch den herbei gerufenen Sanitätern nicht mehr gelungen.

Vor La Palma: Segelboot mit 1 Tonne Kokain an Bord

Das unter kroatischer Flagge segelnde Drogenboot namens „Majic“ befand sich schon längere Zeit unter polizeilicher Beobachtung, wobei mit kroatischer Polizei sowie auch international kooperiert wurde.

Im Februar hat das Boot Dubrovnik verlassen zunächst Richtung Montenegro. Weiter ging es über Almeria nach Lanzarote, wo es im Juni im Hafen von Arrecife lag, und die drei Mann Besatzung beschattet wurde.

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Umgang mit den Bootsflüchtlingen

In letzter Zeit kommen wieder relativ viele Flüchtlingsboote an. Nach aller Erfahrung aus der Vergangenheit sind so manche Boote aus Marokko Drogenboote (hier Narcopateras genannt) – d.h. mit Flüchtlingen plus Cannabis an Bord. Die Nachfrage danach ist auf den Inseln schließlich besonders groß (nach Kokain ebenfalls). Für die Flüchtlinge reduziert Drogentransport den Schlepperpreis; und für die Drahtzieher gibt es ein lukratives Zusatzgeschäft.

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La Graciosa – Playa de las Conchas: Naturschutz oder unwillkommener Eingriff des Menschen?

Es gibt Orte der Sehnsucht; und zu denen gehört die wunderschöne Playa de las Conchas auf La Graciosa (hier ein Foto von Andreas Weibel, ein seit Jahren bzw. Jahrzehnten auf Lanzarote ansässiger Fotograf).

Wegen der starken Unterströmungen ist das Meer dort nicht zum Baden geeignet; aber alleine ein Sonnenbad an diesem Strand mit Blick aufs kristallklare Wasser ist mehr als Entspannung pur.

Der Presse ist heute zu entnehmen, dass es geplant war, im Zugangsbereich des Strands insgesamt etwa 400 Quadratmeter mit Holzplanken zu belegen, und Bänke aus Beton, Abfallbehälter sowie Pergolen zur Beschattung zu installieren. Auch als Observatorium für Vögel gedacht.

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Timanfaya: Prototyp für thermoelektrischen Generator installiert

Forscher des Instituto de Smart Cities (ISC) der Universität Navarra haben Ende August im Nationalpark einen Prototyp zur Gewinnung von Energie aus Wärme installiert. In nur 2 m Tiefe beträgt die Temperatur dort noch 170 Grad.

Es handelt sich um den ersten Generator dieser Art, der auf dem thermoelektrischen Effekt (Seebeck-Effekt) in Halbleitern basiert.

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Famara-Strand: Rettung per Surfboard

Der Famara-Strand ist wunderschön, aber leider auch sehr gefährlich, weshalb dort regelmäßig Schwimmer ertrinken: Gäb’s dort keine Surfer, wären noch mehr Menschen von gefährlichen Unterströmungen in den Tod gerissen worden. Heute wurde ein in Not geratener Schwimmer von Surfern und von auf Surfbrettern herbei geeilten Rettungsschwimmern zurück an den Strand gebracht. Per Drohne wurde der Einsatz koordiniert und gefilmt. Das Video ist > im Artikel der Inselzeitung Lavozdelanzarote zu sehen. Am Famara-Strand weht permanent die rote Flagge.

Wellen beschädigen neuen Holzbelag der Arrieta-Plattform

Nach vielen Monaten langsamer Bautätigkeit war die neue Brücke zum Betonklotz, der auch als Wellenbrecher dient, noch nicht einmal eingeweiht, nun müssen bereits Reparaturarbeiten erfolgen: Denn die Holzlatten, die kürzlich auf die Plattform geschraubt wurden, haben – wie zu erwarten war – keine paar Wochen gehalten.

Ein Foto gibt es hier.

Calima lässt uns weiter schwitzen

Gestern stiegen die Temperaturen in Tías sogar auf über 40 Grad, heute soll es mit 37 Grad etwas „kühler“ werden. Zumindest gibt es heute deutlich weniger Sand in der Luft als gestern und vorgestern.

La Palma: Ursache für Waldbrand wohl geklärt

1200 Hektar Waldfläche in der Gemeinde Garafía waren betroffen vom Brand. Mehrere Tage dauerte die Brandbekämpfung und vorsorglich mussten rund 300 Menschen sowie diverse Tiere evakuiert werden.

Nun wurde bekannt, dass die Brandursache wohl durch Gedankenlosigkeit entstanden ist: Ein 16-Jähriger soll einen alten Feigenkaktus angezündet haben, der auf der Zuwegung der Finca der Familie im Weg stand. Die Flammen gerieten außer Kontrolle.

Zur Zeit gilt auf Gran Canaria und den Westkanaren wegen der langen Trockenheit und der Hitze höchste Waldbrand-Alarmstufe.

Hotels & Apartments: Rund 60 Mio. Euro Verlust im Juli

Der Umsatz betrug in diesem Juli nur rund 8 Mio. Euro – im Vorjahr betrug er gerundet 67 Mio. €. Die Hotels machten diesen Juli nur 6,7 Mio. € Umsatz (2019: 49,5 Mio.); und die Ferienhäuser und -wohnungen nur rund 1,5 Mio. (2019: 17,4 Mio.).

Es kamen in diesem Juli nur rund 42.000 Besucher auf die Insel – im Vorjahr waren es rund 284.000. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist von 8,36 Tage im Juli 2019 auf 5,85 Tage gefallen.

Die Übernachtungspreise sind ebenfalls gefallen: In Hotels von durchschnittlichen 107 Euro pro Übernachtung auf 89 Euro. Und in Ferienhäusern/-wohnungen von rund 66 auf 51 Euro.

Quelle

4 Windkraftanlagen für den Windpark Arrecife eingetroffen

Die Fundamente stehen bereits; nun sind die vier Anlagen eingetroffen. Sie haben eine Nabenhöhe von jeweils 85 m und einen Rotordurchmesser von 71 m. Die jährliche Leistung soll bis zu 28.605 MWh betragen.

Der Windpark wird betrieben von der Firma Elcnor und wurde u.a. durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

68-Jähriger auf La Graciosa ertrunken

La Graciosa hat wahrlich traumhafte Strände, aber so manche haben das ganze Jahr über gefährliche Unterströmungen. Zur Zeit herrscht zudem das Wetterphänomen „Calima“, das – wie so häufig – neben höheren bis hohen Temperaturen extrem starken Wind und noch stärkere Windböen im Gepäck hat und das Meer aufwühlt. Vermutlich war es dieses Potpourri aus ungünstigen Bedingungen, das ein neues Todesopfer gefordert hat: Der 68-Jährige konnte leider nicht mehr reanimiert werden.

Datenschutz à la Lanzarote

Immer wieder erschreckend, wie wenig Sensibilität es in Sachen Datenschutz gibt. Nach vielen Jahren habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, in vielen selbst sehr alltäglichen Situationen die NIE (Nr. im Ausländerregister) bzw. DNI-Nr. (Personalausweisnummer) angeben zu müssen.

Arrecife schießt diesbezüglich den Bock: Ergebnisse von Auswahlverfahren werden mit Namen und Punktezahl veröffentlicht (Expediente 12473/2020). Und auch, wer nach welchen Kriterien einen Vorschulplatz erhalten hat oder sich noch auf der Warteliste befindet (Expediente 7537/2020) – alle sensiblen Daten sind öffentlich zugänglich. Z.B. ob der Haushalt des Kindes arm ist, Eltern getrennt leben, Schwerbehinderungen vorliegen, es Geschwister gibt, um aktuelle Beispiele zu nennen. Die Liste ist lang:

https://arrecife.sedelectronica.es/board

Neue Fähre: Fahrt zwischen Cádiz und Arrecife um 3 Stunden verkürzt

Die Reederei Naviera Armas setzt auf der Strecke Cádiz – Lanzarote – Gran Canaria – Teneriffa eine neue Fähre mit dem Namen „Ciudad de Valencia“ ein. Sie ersetzt dort die „Ciudad de Palma“ und hat ein um 30% höheres Ladevolumen: Von den 3.300 m Ladefläche sind 2.600 m für Sattelauflieger vorgesehen und der Rest für LKW, Lieferwagen, Caravans und PKW.

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Berufsfischer klagen: Immer mehr Freizeitangler, immer weniger Fische

Kaum war Phase 3 des Lockdowns am 25. Mai beendet, begann der Run auf Angellizenzen. Dieses Jahr wurden bereits 1.063 Angelscheine vergeben, und nach wie vor kommen täglich 25 bis 30 hinzu. Zahlreiche Freizeitangler sind an den Küsten zu sehen; insbesondere in den bevorzugten Küstenabschnitten vor Mala, Tinajo, Puerto del Carmen und Los Charcones (das ist der Küstenabschnitt nordwestlich von Playa Blanca mit den Badebuchten und Gezeitenbecken, in denen bei Ebbe gebadet werden kann).

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Seit gestern, 19.6., können die Inselattraktionen wieder besichtigt werden

Alle von der Inselregierung betriebenen Attraktionen – also der Timanfaya Nationalpark, Jameos del Agua, Cueva de los Verdes, Mirador del Río, Monumento al Campesino, der Kaktusgarten und das Museum für zeitgenössische Kunst MIAC im Castillo de San José sind wieder geöffnet.

Bis 28. Juni ist in allen genannten Sehenswürdigkeiten „Tag der offenen Tür“ für Inselresidenten.

Öffnungszeiten:

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Beim wilden Harpunieren ins Knie geschossen

Da hat sich heute ein ganz besonderer Schlauberger verletzt. Ob er sich die Harpune selbst ins Knie geschossen hat, oder einer seiner noch nicht identifizierten Harpunierkumpel, ist noch nicht klar. Denn besonders redsam scheint das Opfer (seiner selbst?) nicht zu sein; schließlich wurde an einem Meeresabschnitt gewildert, wo selbst das Angeln verboten ist.

Ein Foto des misslichen Missgeschicks gibt es in diesem Zeitungsartikel der Inselpresse.

Ab Juni in Spanien: Grundeinkommen für Arme soll kommen

Bei der kommenden Kabinettssitzung werde das Grundeinkommen (ingreso minimo vital, IMV) beschlossen, kündigte Sánchez an. Mit anderen Worten: In Spanien soll künftig niemand mehr unter der Armutsgrenze leben müssen. Ausschließlich maßgeblich für den Bezug (=Aufstockungsbetrag zur Armutsgrenze) soll die Bedürftigkeit der in einem Haushalt lebenden Personen sein.

Schätzungsweise 850.000 Haushalte werden Unterstützungszahlungen erhalten. In Spanien gab es bislang nur sehr geringe staatliche Fürsorgeleistungen, weshalb so viele Haushalte in Armut leben. Zur Zeit wird das besonders deutlich an den täglich länger werdenden Schlangen vor den Armenküchen.

Keine Feste und Wallfahrten bis 1.10.

Alle sieben Gemeinden Lanzarotes haben beschlossen, sämtliche Feste und „Romerías“ bis zum 1.10. ausfallen zu lassen. Darunter auch die größte Wallfahrt der Insel zu Ehren der Schutzheiligen von Lanzarote im September nach Mancha Blanca nebst Kirmes, Folkloreveranstaltungen und Kunsthandwerkermesse.

Digitaler Gesundheitspass: Kanaren von der Weltorganisation für Tourismus für Pilotprojekt gewählt

Unsere Inselzeitung Lavozdelanzarote meldet heute, dass es im Juli einen ersten Testflug auf die Kanaren geben soll, bei dem die Passagiere via App mit einem digitalen Gesundheitspass namens hi+Card ausgestattet werden, der auch als Nachweis dienen soll, dass keine Covid-19-Infektion vorliegt.

Dabei soll es sich um ein digitales Gesundheitsprofil handeln, bei dem die Daten verschlüsselt werden. Um Fälschungen zu vermeiden, sollen die Daten ausschließlich von medizinischen Einrichtungen eingepflegt werden können, die vom Gesundheitsministerium akkreditiert wurden, so Antonio López de Ávila, Mitbegründer von hi+Card und CEO von TDDS.

Flüchtlingsboot gesunken: 2 Tote und mindestens 19 Vermisste

In den letzten Tagen sind mehrere Flüchtlingsboote mit Menschen aus der Subsahara-Region auf den Kanaren angekommen. Gestern kam erneut ein Notruf ein. Insassen eines Schlauchboots mit Ziel Kanaren hatten gemeldet, dass ihr Boot am Sinken war etwa 24 km vor Tan-Tan an der südmarokkanischen Küste. Sofort machte sich ein Rettungsboot von Lanzarote aus auf den Weg. Zwei Menschen konnten nur noch tot geborgen worden, die weiteren Insassen werden noch vermisst. Von mindestens 19 ist die Rede.

Ironman Lanzarote 2020 & Volcano Triatlón abgesagt

Die größte Sportveranstaltung der Insel, der jährlich stattfindende „Ironman Lanzarote“ und dieses Jahr auf den 23.5. terminiert, ist wegen der Covid-19-Einschränkungen abgesagt worden. Ebenso der „Volcano Triatlón“, der am 25 April 2020 hätte stattfinden sollen.

Es gibt in diesem Jahr keine Ersatztermine. Die Sportler können erst wieder im nächsten Jahr ihre Kräfte messen an folgenden Terminen:

Volcano Triatlón: 24.4.2021
Ironman Lanzarote: 22.5.2021

Insel Lobos: Römische Artefakte weisen auf Purpurherstellung hin

Die kleine Insel Lobos beherbergte die bislang bedeutendsten Fundstücke aus römischer Zeit auf den Kanarischen Inseln: 2012 wurden dort zahlreiche Scherben römischer Amphoren und anderer Gefäße gefunden. Archäologen fanden heraus, dass hier zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. n. Chr. Purpur aus der Schneckenart Stramonita haemastoma gewonnen wurde. Das sehr wertvolle Färbemittel wurde in dieser Zeit zum Färben der kaiserlichen Toga und des Streifenbesatzes von Prestigegewändern verwendet.

Gut 25% der kontrollierten Jäger mit Geldstrafen belegt

Unsere Inselpresse berichtete, dass bei uns während der Jagdzeit Kontrollen durch die Seprona (Umwelt- und Tierschutzabteilung der Guardia Civil) stattfinden. Gejagt werden Kaninchen.

Allein am vergangenen Donnerstag wurden 40 Jäger kontrolliert. Gegen 11 von ihnen wurden Geldstrafen verhängt in Höhen zwischen 600,- und 3.000,-. Derartige Kontrollen werden bis zum Ende der Jagdzeit stattfinden, wurde berichtet.

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Nischenanbieter als Alternative zur Servicewüste von Movistar & Co.

Wir haben von den großen, spanischen Telekommunikationsunternehmen wie Movistar die Faxen dicke. Die Preise steigen kontinuierlich, und klammheimlich werden darüber hinaus Leistungen gestrichen, die fortan nur gegen Zuzahlung eingerichtet werden. Z.B. wurde vor einiger Zeit bei Movistar die Anzeige verpasster Anrufe beim Festnetztelefon über Nacht deaktiviert.

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Spanischer Führerschein: Fahrtauglichkeitsprüfung auf Lanzarote

Neulich bekam ich ein Schreiben von der Verkehrsbehörde DGT, mit dem an den baldigen Ablauf meines Führerscheins erinnert wurde verbunden mit dem Hinweis, mich zwecks Verlängerung einer Fahrtauglichkeitsprüfung zu unterziehen. Dies könne in jedem „centro de reconocimiento de conductores“ erledigt werden. Dort werde auch gleich ein Foto gemacht und alle Daten auf elektronischem Weg direkt zur DGT geschickt. Der neue Führerschein würde nach Fertigstellung direkt an meine Adresse geschickt.

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Yaiza: Gemeindemitarbeiterin u.a. wegen Privatnutzung des Internets entlassen

Der Oberste Gerichtshof der Kanaren hat die Entlassung einer Gemeindemitarbeiterin für rechtmäßig erklärt.

Bis zu 90% ihrer Arbeitszeit surfte die seit 30 Jahren bei der Gemeinde angestellte und in 2016 entlassene Mitarbeiterin privat im Internet. Darüber hinaus soll sie Dienstgeheimnisse veröffentlicht, sich Arbeitsanweisungen von Vorgesetzten widersetzt sowie an manchen Arbeitstagen ihren Arbeitsplatz vorzeitig und unentschuldigt verlassen haben.

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Costa Teguise: Finanzinvestor baut neues Fünf-Sterne-Hotel

Große Finanzinvestoren wie Platinum Estates, Blackstone und Goldman Sachs sind seit einigen Jahren auf großer Einkaufstour auf dem spanischen Immobilienmarkt. Der spanische Goldman-Sachs-Partner, das Madrider Private-Equity-Unternehmen Azora Capital SL, hatte u.a. Wohnkomplexe mit sozial schwacher Mieterstruktur von der Stadt Madrid gekauft. Marryll Lynch hatte die Stadt beraten und zum Verkauf geraten. Unrentabel seien diese Immobilien, hieß es.

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Das kanarische Bodengesetz (Ley del Suelo de Canarias)

Die „Ley del Suelo“ ist ein gesetzlicher Eckpfeiler des Baurechts. Bislang galten für die Kanaren in diesem Zusammenhang das allgemeine, spanische Bodengesetz sowie eine Vielzahl von regionalen und lokalen Gesetzen, Vorschriften und Verordnungen. Eine einheitliche Regelung für die Kanaren sollte nun her, und wurde als kanarisches Bodengesetz (Ley del Suelo de Canarias) im Juni d.J. vom kanarischen Parlament verabschiedet.

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Wareneinfuhr: Zollfreibetrag auf 150,- angehoben

Im Januar 2016 hatten sich die kanarische Regierung und die spanische Zentralregierung darauf geeinigt, den Zollfreibetrag bei der Einfuhr von Waren auf die Kanaren von 22,- auf 150,- Euro Warenwert anzuheben, um Online-Einkäufe der Bewohner der Kanaren zu vereinfachen.

Nun ist die Regelung endlich in Kraft – nachzulesen in der heutigen Ausgabe des Staatsanzeigers BOE.

Wir sind nun gespannt auf die Handhabung in der Praxis.

Laut Website des deutschen Zolls wird der Gesamtwert zugrunde gelegt, der sich wie folgt zusammensetzt:

„Der Rechnungsbetrag einschließlich ggf. enthaltener ausländischen Umsatzsteuer und ggf. enthaltener Beförderungs- bzw. Portokosten ist die Grundlage für die Ermittlung des Gesamtwertes.“

Wasserführende Schicht im Timanfaya Nationalpark entdeckt

Heute wurde in der hiesigen Presse berichtet, dass unterhalb des Malpaís de Timanfaya enorme Wasservorkommen nachgewiesen wurden. Das überraschende Ergebnis lieferte ein geologisches Gutachten vom Spezialisten und Ingenieur Carlos Soler Liceras, der 2005 im Süden von La Palma die Thermalquelle „Fuente Santa“ (heilige Quelle) aufspürte, die 1677 durch einen Vulkanausbruch verschüttet wurde.

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Urteilsverkündung im „Caso Yate“ – die Inselbonzen dürften sich ins Fäustchen lachen

Gestern kam es zu Urteilsverkündungen im Rahmen des „Caso Yate“ (Yate = Jacht). Dabei handelt es sich um einen von mehreren großen Inselskandalen, die hervor gegangen sind aus dem Sumpf von Bau- und Umweltvergehen, Korruption, Geldwäsche, Amtsmissbrauch, Veruntreuung und Verschleierung.

Der komplexe „Caso Yate“ geht auf die Jahre 1998 bis 2003 zurück. Die Mühlen der Justiz stehen hier mitunter jahrelang ziemlich still, zumindest sofern einflussreiche Geschäftsleute und Politiker involviert sind.

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Lanzarote-Schiege

Seit gut einem Jahr spaziert eine Schiege – die Kreuzung aus Schaf und Ziege – in einem Pferch auf Lanzarote herum. Das folgende Bild stammt vom unten verlinkten Video vom Februar 2016 und kursiert neuerdings durch die mediale Welt:

Schiege
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Guardia Civil beschlagnahmt illegales Fanggeschirr

Drei Kilogramm Treibleine, vier große Reusen und drei Trammelnetze wurden am 8. und 9. April von der Besatzung eines Patrouillenboots der Guardia Civil aus den Gewässern vor der Insel Los Lobos sowie vor der Westküste von Lanzarote gezogen und beschlagnahmt.

Der Hinweis auf die illegalen Fangmethoden kam von autorisierten Fischern. Ein Bußgeld in Höhe von rund 60.000,- Euro könnte verhängt werden, sofern die illegalen Fischer ins Netz der Polizei gelangen.

Palmenbestand: Costa Teguise wird aufgeforstet

Der letzte Palmenzensus hat einen Bestand von rund 1000 Kanarischen Dattelpalmen in Costa Teguise ergeben. 200 davon waren allerdings abgestorben; u.a. jene am Ortsrand der Ciudad Jardín, die beim Ausbau der Straßen im Weg standen und dorthin umgepflanzt, und seitdem sich selbst überlassen wurden. Mangels Bewässerung hatten zahlreiche Exemplare diesen Umzug nicht überstanden. Nun werden die abgestorbenen Palmen gegen frische Exemplare ausgetauscht, und zudem werden weitere 350 Palmen neu gepflanzt.

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Ryanair Residentenrabatt

Die Option zum Anklicken für den Residentenrabatt  erscheint beim Buchungs- bzw. Zahlungsprocedere bei Ryanair nur noch, wenn auf der Website die spanische Sprache / Flagge oben rechts angeklickt wird, und quasi „mit spanischer Brille auf der Nase“ gebucht wird.

Bundestagswahl 2017

Alle vier Jahre überlegen wir Auslandsteutonen uns, ob wir bzw. wer von uns überhaupt wahlberechtigt sind/ist, und was zu unternehmen ist, um an der Bundestagswahl teilzunehmen. Infos darüber gibt es im „Merkblatt zu dem Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis und zu der Versicherung an Eides statt für im Ausland lebende Deutsche“. Das klingt genauso kompliziert wie „Endlagersuchgesetz“ für den Atommüll, ist aber glücklicherweise kein ähnlich unlösbares Unterfangen, sondern lediglich etwas umständlich:

Details dazu gibt der Bundeswahlleiter unter diesem Link bekannt.

Entwurf des neuen Raumordnungsplans geht von 500.000 Inselbewohnern im Jahr 2035 aus

Lanzarote hat turbulente Zeiten hinter sich, in denen jahrzehntelang auf Megawachstum gesetzt wurde. Und zudem auf der Grundlage von Korruption, Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauch nicht bebaubares Land zu Bauland erklärt und folglich viel mehr Beton als erlaubt verbaut wurde, und wesentlich mehr touristische Betten entstanden sind als im „Bettenmoratorium“ festgelegt war. Nach dem Platzen der landesweiten Immobilienblase war mit dem Betonieren endlich Schluss.

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Weitere Vorstellungen von „Tempo Lanzarote“

Es gibt weitere Vorstellungen der tollen Bühnen- und Musikperformance „Tempo Lanzarote“ in den Jameos del Agua:
Herbst 2016: 15. & 30. Oktober, 13. & 27. November, 11. Dezember
Januar 2017: 8.1.

Weitere Infos zur Performance gibt es hier.

Die Auftaktvorstellung am 15.10. beginnt um 20:00 h, alle andere Vorstellungen um 12:30. Eintrittskarten sind an den Kassen der Touristenzentren sowie unter diesem Link erhältlich und kosten 35,-, für Residentes 25,-, und für Kinder bis 12 J. ist der Eintritt gratis.

Möbel und mehr: Nortysur seit 23.9.16 auch auf Lanzarote

Das auf Fuerteventura bereits sehr erfolgreiche „Nortysur“ hat am 23.9. nun auch auf Lanzarote ein Geschäft für Wohn- und Gartenmöbel, Haushaltswäsche, Kochutensilien, Dekoartikel und mehr in der Calle Océano Atlántico nº 7 in Arrecife eröffnet. Und zwar in dem Gebäude, in dem vormals Merkamueble war, also in direkter Nachbarschaft von Ikea, Lidl, Kitea und Electron.

Gebummelt und/oder eingekauft werden kann dort von Mo – Sa in der Zeit 9:00 – 21:00 Uhr.

Oberpegidist Lutz Bachmann hat‘s nach Teneriffa verschlagen

Der Deutschland-Flüchtling soll auf Teneriffa über einen befreundeten Gastwirt, der seit einem Jahr auf der Insel residiert, einen Job im Werbebereich in der Tourismusbranche bekommen haben, war einigen Medien zu entnehmen. Mit seiner Frau lebt er nun in der Gemeinde von Arona im Süden Teneriffas. Dort sowie auch im Süden von Gran Canaria und auf Mallorca soll es Gerüchten zufolge bereits ziemlich viel teutonischen braunen Sumpf geben.

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Schulstart

Die alljährliche, stufenweise Wiedereingliederung in den nicht allseits beliebten Schulalltag hat heute begonnen: Die Vor- und Grundschüler wurden heute von Müttern, Vätern, Freunden oder Bekannten vor die Schultür gekarrt und dort wieder abgeholt. Am 12.9. geht bei allen anderen Schularten und -stufen der Unterricht nach den langen Sommerferien wieder los. Das Schuljahr 2016/2017 endet bei fast allen Schularten am 22. Juni 2017.

Patera am Famara-Strand angelandet

Ein 6 m langes Boot mit zwei Außenbordmotoren wurde am frühen Morgen unterhalb der Norwegersiedlung entdeckt. Nach den wohl aus Marokko stammenden Insassen wird seitdem gesucht. Auch ein Drogenspürhund der Guardia Civil wurde eingesetzt.

Die Krise in Spanien sowie auch das Grenzüberwachungssystem SIVE haben dazu geführt, dass die letzten Jahre kaum mehr eine Patera an den kanarischen Küsten ankam.

Papagayo-Campingplatz öffnet am 10.8.

Pünktlich zu Beginn der großen Ferien blieb auch in diesem Jahr der Campingplatz an den Papagayo-Stränden geschlossen. Am 10.8. wird er nun endlich geöffnet; und zwar bis zum 16.10.

800.000 Euro wurden frisch investiert in die 284 Parzellen. Die Stellplätze kosten jeweils zwischen 4 und 7 Euro pro Nacht, zuzüglich 1,- je Person ab 14 Jahren.

„Jameos del Agua“ ab 8. August mit ÖPNV-Anschluss

Es ist eine der negativen Besonderheiten Lanzarotes, dass die meisten Sehenswürdigkeiten inkl. Nationalpark Timanfaya nicht an den ÖPNV angeschlossen sind (s. hierzu auch einen Artikel vom Vorjahr). Das haben jahrzehntelang die Lobbyisten der privaten Busgesellschaften, der Taxibetriebe sowie der Mietwagenfirmen sehr erfolgreich verhindert.

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Mega-Centro-Gebäude wird neues Einrichtungshaus

Der französische Möbelhauskonzern „Conforama“ hat eine Linzenz zur Eröffnung eines Einrichtungshauses im ehemaligen Mega-Centro-Gebäude beantragt. Auf 3.733 m² Verkaufsfläche sollen dort bald Möbel, Dekorationsartikel sowie Haushaltselektronik angeboten werden.

Wie fast alle anderen Möbelgeschäfte auf Lanzarote kauft auch dieser Konzern überwiegend in China ein, weshalb keine Design-Überraschungen zu erwarten sein werden. Hier geht es zu spanischen Website des Konzerns.

Caso Unión: Oberster Gerichtshof hat Strafen drastisch reduziert

In einem Teilstück des bislang größten Strafverfahrens auf Lanzarote (zur Vorgeschichte), bei dem es um Betrug, Korruption, Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung geht, hat der Oberste Gerichtshof der Kanaren die vom Strafgericht auf Provinzebene verhängten Gefängnisstrafen drastisch reduziert bzw. komplett aufgehoben:

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Kunststoffmüll in den Meeren: „Micro 2016“ tagt Ende Mai auf Lanzarote

Die „Micro 2016“, eine internationale Konferenz zur Problematik von Mikro-Partikeln aus Kunststoffen in den Weltmeeren, findet vom 25. – 27. Mai 2016 auf Lanzarote statt. Internationale Wissenschaftler werden sich über den Stand der Forschung auf diesem Gebiet austauschen. An der Ausgestaltung der Konferenz wirken 25 Universitäten sowie Mitarbeiter von UNESCO, der EU-Kommission und der Spanischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (AECID) mit.

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Strom aus erneuerbaren Energien: Genossenschaft „Som Energia“ nun auch auf den Kanaren

Som Energia ist die erste spanische Genossenschaft im Rahmen einer solidarischen Ökonomie, die Strom aus erneuerbaren Energiequellen anbietet sowie Projekte in diesem Bereich fördert.

Es handelt sich um eine relativ junge Genossenschaft mit zur Zeit rund 22.500 Mitgliedern, die in 60 lokalen Gruppen organisiert sind.

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Warenimport auf die Kanaren: Zollfreibetrag wird auf 150,- Euro angehoben

Heute haben sich die kanarische Regierung und die spanische Zentralregierung darauf geeinigt, den Zollfreibetrag bei der Einfuhr von Waren auf die Kanaren von 22,- auf 150,- Euro Warenwert anzuheben. Durch diese Maßnahme soll der Online-Einkauf für die Bewohner der Kanaren erleichtert, weil günstiger und unkomplizierter werden. Ab welchem Datum diese neue Regelung gelten soll, wurde noch nicht mitgeteilt.

Frontalzusammenstoß fordert Todesopfer

Am vergangenen Sonntag kam es auf der LZ-1 auf der Höhe von Guatiza zu einem Frontalzusammenstoß zweier PKW. In einem der Autos fuhr ein britisches Touristenpaar.

Die 52-jährige Frau verstarb wenig später an den Unfallfolgen, der 56-jährige Mann wurde schwer verletzt. Der 42-jährige Fahrer des anderen PKW hatte den Unfall verursacht. Er konnte sich verletzt aus seinem brennenden Auto retten. Nun wurde bekannt, dass bei ihm Alkohol und Kokain im Blut nachgewiesen wurden.

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Lanzarote-Tourismus: All-Inclusive dominiert

Lanzarote meldete im Jahr 2014 mit 2,4 Millionen Inselgästen einen neuen Besucherrekord, und die diesjährige Entwicklung weist auf noch mehr Besucher für 2015 hin.

Auch für die Option „All Inclusive“ werden Rekordwerte gemeldet: Im 3. Quartal 2015 haben 41,3% der Besucher die Insel im Rahmen eines Rundum-sorglos-Pakets gebucht.

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Straßenbau auf Lanzarote: Das Biosphärenreservat hat keine Lobby

Insel ohne alternative Verkehrskonzepte

Das Biosphärenreservat Lanzarote erlebt seit einigen Jahren und trotz der längst geplatzten Immobilienblase einen enormen Boom im Straßenbau.

Die zahlreichen, überdimensionierten Projekte der vergangenen Jahre erwecken den Eindruck, dass hier weder über alternative Verkehrskonzepte nachgedacht wird noch eine Reduzierung des viel zu hohen Verkehrsaufkommens herbei geführt werden soll.

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Fluggäste saßen fest

184 Passagiere eines vom polnischen Reiseveranstalter Itaka gecharterten Fluges saßen gestern auf der Insel fest, weil die Besatzung die maximal erlaubte Arbeitszeit erreicht hatte, und der geplante Flug deshalb nicht stattfinden konnte. Alle Gäste mussten eine zusätzliche Nacht auf Lanzarote verbringen.

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Wüstenbussard mitten in Arrecife

Gesten wurde ein Wüstenbussard mitten in Arrecife eingefangen.

Dieser außergewöhnliche Inselgast wurde bereits am Vortag im Stadtteil El Cable gesichtet. Das eingeschaltete Amt für Tier- und Umweltschutz leitete sofort die Suche nach dem „Parabuteo unicinctus“ ein. Schließlich entdeckten Taxifahrer von Arrecife den Greifvogel auf einem Baum im „Parque Temático“. Lederbänder an den Füßen des Vogels wiesen darauf hin, dass der Vogel einen Halter hat und auf Menschen geprägt wurde.

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Promis in Famara

José Luis Rodríguez Zapatero, von 2004 bis 2011 Ministerpräsident von Spanien, ist seit dem 2. August mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern auf Lanzarote-Urlaub. Es ist sein 6. Inselurlaub hier. Drei Wochen soll der Lanzarote-Aufenthalt diesmal dauern.

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Lanzarote-Werbung: Sonnenbrillen in Berlin & Düsseldorf verschenkt

Das lanzarotenische Amt für Tourimus hat zwischen dem 13. und 26. Juli d.J. gemeinsam mit der Fluggesellschaft AirBerlin eine Werbeaktion in einigen Stadtteilen von Düsseldorf und Berlin durchgeführt und mehr als 10.000 rote Sonnenbrillen mit den Logos der Insel und der Fluggesellschaft verteilt.

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Griechische Verhältnisse?

Wenn Akteure der Eurokrisenpolitik ihr Konzept vom Wachstum durch Sparen verteidigen, dann verweisen sie gerne auf Spanien. Die Kürzung der Staatsausgaben und Senkung der Löhne hätten in allen EU-Krisenländern ausser in Griechenland zum Erfolg geführt, lautet die gebetsmühlenartige Behauptung. Jedoch – sie ist schlichtweg falsch.

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Private Solarstromerzeuger in der Falle

Bereits im Juli 2013 vollzog die spanische Regierung einen Paradigmenwechsel bei der Förderung von Solarenergie. Sie setzte die 2007/2008 erlassenen Gesetze zur Regelung der Einspeisevergütung außer Kraft und änderte die Berechnung der Vergütung rückwirkend – zum Nachteil der Stromerzeuger. 2014 wurde die Vergütung eingespeister Energie komplett eingestellt und private Erzeuger gezwungen, Standort und Fläche ihrer Panelen einer Zentralstelle zu melden. Und nun hat der spanische Industrie- und Energieminister José Manuel Soria einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Produktion von Solarstrom für den Eigenbedarf mit Gebühren belegt.

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Regulierung der Privatvermietung: Verabschiedete Verordnung bringt viele Vermieter in Tourismusgebieten in die Bredouille

Seit Jahrzehnten werden auf den Kanaren Ferienwohungen und -häuser „privat“ vermietet; und seit Bestehen des kanarischen Tourismusgesetzes sind die Hürden zur Erlangung einer Vermietlizenz extrem hoch, so dass auf Lanzarote nur ein Bruchteil der mehreren Tausend Angebote über eine Lizenz verfügt – wir berichten darüber regelmäßig. Gesetz und Realität klaffen auf den Kanaren in vielerlei Hinsicht deutlich auseinander – so auch in diesem Wirtschaftszweig.

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Gemeindewahlen am 24.5.2015 – welche Parteien gibt’s denn diesmal auf Lanzarote?

In Spanien ist 2015 Mega-Wahljahr. Im Spätherbst/Winter ist Parlamentswahl, und auf den Kanaren werden im Mai nicht nur das Regionalparlament gewählt sowie Gemeindewahlen durchgeführt, sondern auf den sieben Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera sowie El Hierro wird zudem zur Wahl der jeweiligen Inselregierung an die Urnen gebeten.

Wir EU-Bürger dürfen an den kommenden Gemeindewahlen am 24.5.2015 teilnehmen; es wird also höchste Zeit, die Parteien unter die Lupe zu nehmen.

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Krankenversicherung: Nichterwerbstätige haben Zugangsmöglichkeit zum staatlichen spanischen Gesundheitssystem

Im Rahmen des „Convenio especial para la prestación de asistencia sanitaria“ gibt es seit kurzem für nichterwerbstätige Ausländer die Möglichkeit einer freiwilligen Krankenversicherung im spanischen staatlichen Gesundheitssystem.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

  • Seit mindestens einem Jahr den Lebensmittelpunkt in Spanien zu haben,
  • einen bei einer Gemeinde registrierten Wohnsitz („empadronamiento“) nachweisen zu können,
  • keine sonstige Zugangsmöglichkeit zum staatlichen spanischen Gesundheitssystem zu haben (z.B. im Rahmen bilateraler Abkommen).

Die zu zahlenden Beiträge belaufen sich auf 60,- pro Monat bei unter 65-Jährigen und auf 157,- pro Monat bei Personen ab 65. Die Selbstbeteiligung für Medikamente beträgt bei dieser Versicherung allerdings 100%.

Wo und mit welchen Unterlagen der Antrag zu stellen ist, steht im folgenden Link unter dem Register „Tramitación“.

Gobierno de Canarias – Prestación de asistencia sanitaria mediante Convenio Especial

Ölteppich vor Gran Canaria nach Untergang des russischen Fabriktrawlers Oleg Naydenov

Im Maschinenraum des Schiffs, das im Hafen von Las Palmas / Gran Canaria lag, brach am vergangenen Samstag Feuer aus. Eine dichte und übel riechende Rauchwolke überzog Las Palmas, weshalb beschlossen wurde, das Schiff fortzuschleppen, anstatt den Brand zu löschen und das Öl auszupumpen. Wer genau für diese Entscheidung verantwortlich war, ist noch nicht bekannt; Experten sollen Zeitungsberichten zufolge nicht gefragt worden sein.

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Quacksalber injizierte Silikon: Abschließendes Urteil nach 14 Jahren

Die „Audiencia Provincial“ – höchste Gerichtsinstanz auf Provinzebene – hat diesen Monat im „Silikonfall“ ein abschließendes Urteil gefällt. 14 Jahre mussten die Opfer darauf warten und bekamen schließlich zu hören, dass die Täter ziemlich ungeschoren davon kommen. Der Silikonfall: Weiterlesen

Erster Erfolg für ASCAV: Grünes Licht für die Legalisierung der Privatvermietung

Das kanarische Parlament hat gestern den Antrag einstimmig angenommen, Privatvermietung zuzulassen und zu regulieren. Selten waren sich alle Parteien so einig.

Zahlreiche ASCAV-Mitglieder hatten gegen den kürzlich vorgelegten Neuentwurf des Tourismusgesetzes, der nur wenige Änderungen gegenüber dem bestehenden Gesetz und also noch zahlreiche Ausschlusskriterien beinhaltete, Widerspruch eingelegt.

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Hauptverfahren im Caso Unión 2.0: Mauscheleien um Theatereröffnung

Ein weiteres Teilverfahren im „Caso Unión“ hat begonnen. Auf der Anklagebank sitzen

  • Enrique Pérez Parrilla, Ex-Inselpräsident sowie Ex-Bürgermeister von Arrecife (im ersten Teilverfahren war er Zeuge), PSOE;
  • Ubaldo Becerra, ehemaliger Stadtrat von Arrecife, PIL;
  • Rubén Placeres, ehemaliger Inselrat für Kultur, PSOE.
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Arrecife: 39 Tonnen illegal entsorgter Müll gesammelt

In einer Sonderaktion wurden in Arrecife im Februar 39 Tonnen Müll, der illegal an Wegrändern, öffentlichen Plätzen und auf Brachland entsorgt wurde, gesammelt. Dafür wurden elf Arbeiter im Rahmen eines Beschäftigungsförderungsprogramm eingestellt.

Im Fokus der Saubermacher standen die Stadtteile Valterra, La Vega und Argana von Arrecife.

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ASCAV – Mitglied werden

Die Vereinigung verfolgt das Ziel, dass die bestehenden gesetzlichen Hürden auf allen Kanaren abgebaut werden zugunsten einer praktikablen Regelung für Privat- und Kleinvermieter. Also für die Vermietung von einzelnen Zimmern, Hausteilen, Ferienhäusern und -wohnungen, Pensionen u.ä..

Damit Privatvermietung so, wie sie auf allen Kanaren bereits seit mehreren Jahrzehnten gängige Praxis ist, endlich praktiziert werden darf.

Wer Mitglied werden möchte, klickt bitte auf die folgende Grafik:

ASCAV

Bei Fragen zum Interessenverband können Sie sich gerne auch an uns wenden über den Kontakt-Button in der Menüleiste.

Yaiza: Altbekannte Lokalpolitiker gründen neue Partei

„Unidos por Yaiza“ heißt die jüngste Neuererscheinung in der lokalen Parteienlandschaft. Gladys Acuña, José Antonio Rodríguez und Roque Herrera haben diese Partei gegründet. Alle drei haben derzeit Führungspositionen im Rathaus von Yaiza inne. Dort scheinen sie sich politisch sehr nah gekommen zu sein, denn sie gehörten bis dato unterschiedlichen Parteien an: Gladys Acuña machte bisher bei der PIL Karriere, José Antonio Rodríguez zog bei den letzten Wahlen für Nueva Canarias in den Wahlkampf und Roque Herrera für die PP.

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Kanaren: Schulabbrecherquote in 2014 auf Rekordtief

Heute steht in der Presse die Meldung, dass es auf den Kanaren noch nie so wenig Schulabbrecher gab wie in 2014. Ziemlich ernüchternd liest sich allerdings die Abbrecherquote: Das Rekordtief liegt bei 23,8% und ist noch weit entfernt von der EU-2020-Zielvorgabe von 10%.

2011 haben auf den Kanaren 31,5% der Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen, 2012 waren es 28,3% und 2013 27,5%.

Diese Werte beziehen sich auf die öffentlichen Schulen. Auf den Kanaren gehen etwa 20% der Schüler auf eine Privatschule (spanienweit sind es knapp 30%).

Fotoausstellung in Arrecife: Berlin aus der Sicht von Nino Díaz

Am 18. Dezember um 20:00 Uhr wird die Fotoausstellung „Kaugummiautomat. Berlín, Otras perspectivas,“ in der Casa de los Arroyo in Arrecife eröffnet. Die Fotos hat der 1963 in Tías geborene und zur Zeit in Berlin lebende Musiker, Komponist und Künstler Nino Díaz aufgenommen. Die Ausstellung endet am 27.2.2015.

Ort: Casa de los Arroyo,
Avenida Coll 3 (neben dem Hotel Miramar an der Küstenstraße von Arrecife)
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo – Fr. von 8:00 – 15:00 Uhr.

Erstes Urteil im „Caso Unión“: Yaizas Ex-Bürgermeister Reyes kommt ziemlich ungeschoren davon

Der Hauptprozess im „Caso Unión“ hat neulich begonnen. Genauer gesagt sind nun in den diversen Teilprozessen Urteile zu erwarten, denn das bisher größte Inseldrama – oder ist es eine Komödie? – in Sachen Korruption, Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauch ist juristisch in zahlreiche Akte zerlegt worden, um irgendwie Übersicht zu behalten angesichts der vielen zum Teil sehr skurrilen und miteinander verwobenen Handlungen zahlreicher Akteure.

Das erste Urteil ist heute gesprochen worden: José Francisco Reyes, von 1994 – 2008 Dauerbürgermeister von Yaiza, wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt (in Spanien werden Haftstrafen von weniger als zwei Jahren i.d.R. auf Bewährung ausgesetzt), und zwölf Jahre lang darf er keine öffentlichen Ämter ausüben; was er vermutlich eh nicht mehr vorhatte.

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Gemeinde Yaiza: Privat genutzte, öffentliche Flächen im Visier der Bürgermeisterin

Allein im Gebiet Costa Papagayo & Montaña Roja in Playa Blanca soll es etwa 130.000 m² öffentliche Flächen geben, die überwiegend von Hotels gewerblich und vollkommen gratis genutzt werden. Damit soll bald Schluss sein, kündigte die Bürgermeisterin von Yaiza, Gladis Acuña an, auf deren Schreibtisch seit Juli letzten Jahres ein ausführliches Rechtsgutachten zu diesem Thema liegt.

Vorgesehen ist nun, dass Nutzer öffentlicher Flächen einen finanziellen Ausgleich zu leisten haben, und die Nutzung erst nach erfolgten Ausschreibungen möglich ist. In jenen Fällen, in denen Gebäude und Anlagen auf öffentlichem Grund stehen und auch durch den brandneuen Bebauungsplan nicht abgedeckt sind, soll ein Rückbau erfolgen; bei Gebäuden also ein Abriss, so die Bürgermeisterin.

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Pflicht zum Führerscheinumtausch – aktualisierte Infos auch zum Umtauschprozedere

Durch eine EU-Richtline von 2013, die nach zweijähriger Übergangsfrist am 19. Januar 2015 in Kraft tritt, gelten für EU-Residenten die nationalen Führerscheinbestimmungen des Landes, in dem sie Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben. Für uns „Resis“ also die spanischen. Besitzer spanischer Führerscheine müssen ihr „carné“ seit jeher regelmäßig erneuern – und diese Pflicht gilt nun auch für uns Residenten. Früher oder später kommen wir um einen Umtausch in einen spanischen Führerschein nicht herum, denn es gilt nun auch, dass EU-Bürger neue Führerscheine nur noch von jenem EU-Land ausgestellt bekommen, in dem sie residieren.

Umtauschpflicht und -zeitpunkt nicht registrierter Führerscheine:

Abhängig ist der Umtauschzeitpunkt davon, ob wir mit rosa oder grauem „Lappen“, mit älterem Scheckkartenführerschein ohne befristete Gültigkeitsdauer, oder mit dem neuesten, ab 19.1.2013 ausgestellten, auf 15 Jahre befristeten Scheckkartenführerschein herum gondeln.

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Führerscheinumtausch: In der Warteschleife von Tráfico

Vor dreieinhalb Monaten bin ich zu „Tráfico“ gegangen, um den Tausch meines deutschen Führerscheins gegen einen spanischen zu beantragen, denn Tráfico registriert keine Führerscheine, bei denen irgend eine FS-Klasse abgelaufen ist. In meinem Fall war es CE, auf die ich gut verzichten kann. Tráfico bleibt da hartnäckig, und meine schriftliche Nachfrage bei Tráfico-Madrid bleibt seit zwölf Monaten unbeantwortet.

Zum FS-Umtausch wird bei Antragstellung der deutsche FS eingezogen und eine schlechte Kopie davon ausgehändigt, an die der Durchschlag des Einzahlungsbelegs geheftet wird. Meine mit dem Antrag eingereichte Farbkopie landete indes im Papierkorb des Sachbearbeiters.

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Kanarische Schildläuse D.O.P.

Die Cochenilleschildlaus (Dactylopius coccus) könnte auf den Kanaren bald endgültig zu einer x-beliebigen Pflanzenlaus degradiert werden, da es sogar in Guatiza und Mala, den einstigen Epizentren der Cochenillenlauszucht der Kanaren, nur noch eine Handvoll Hobbyzüchter gibt. Immer seltener schreiten sie durch ihre arg pieksenden Opuntienreihen, um die weiblichen Läuse von den Kakteengewächsen abzukratzen. In getrocknetem Zustand werden diese Läuse zu Pulver vermahlen, das als roter Farbstoff E 120 insbesondere in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie zum Einsatz kommt.

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80% der Arbeitslosen auf den Kanaren bleiben ihrer Gemeinde treu

Anders ausgedrückt: Nur 20% der Arbeitslosen auf den Kanaren sind mobil und ziehen für einen Arbeitsplatz von ihrer Gemeinde fort. Sie bleiben also nicht nur ihrer Provinz sowie insgesamt der Autonomen Gemeinschaft, sondern auch ihrem Rathaus als Wähler erhalten. Seit Beginn der Krise sind sie ihrem Wohnort sogar noch treuer geblieben als vorher, wie gestern in der „La Provincia“ stand.

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Kungelei im Gerichtsgebäude

Im bisher wohl größten Korruptionsskandal der Insel, dem „Caso Unión“, wurde der Ermittlungsrichter César Romero Pamparacuatro rasch versetzt. Tüchtige und unerschrockene Richter und Staatsanwälte (m/w) haben es hier nicht wirklich leicht. Im „Caso Unión“, der seit 2009 das Gericht beschäftigt, sind zwischenzeitlich drei (oder vier?) RichterInnen gekommen und auch wieder gegangen. Seit seiner Versetzung muss Pamparacuatro von Teneriffa aus das Prozessgeschehen auf Lanzarote beobachten.

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Die Korruption

Im Oktober wurden die Leser der Lanzarote-Presse fast täglich auf ein Grundübel ihrer Gesellschaft gestoßen: Die Korruption.

Vorliegende Beweisunterlagen im „Caso Union“ zeichnen einen Politikstil der hier herrschenden Kaste, der einer demokratisch verfassten Bürgergesellschaft ins Gesicht schlägt. Jedoch beschränkt sich die skrupellose Bereicherung sowie die Ignoranz gesetzlicher Grundlagen nicht nur auf die kleine Kanareninsel Lanzarote.

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Steigende Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote hat erneut eine steigende Tendenz: Sie betrug im 3. Quartal d.J. 34,2% und lag damit über dem Kanarendurchschnitt von 33,36%. Im 1. Quartal betrug die Arbeitslosenquote auf Lanzarote noch 30%, im 2. Quartal 32%.

In absoluten Zahlen sind auf Lanzarote im 3. Quartal 25.250 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen gegenüber 24.230 im 2. Quartal und 23.690 im 1. Quartal.
Das Jahr startete mit 24.200 Arbeitslosen.

Aktuelles Urteil: Keine behördliche Erlaubnis für Privatvermietung erforderlich

Das Verwaltungsgericht Nr. 3 von Las Palmas hat in einem Urteil vom 15. Oktober eine Resolution der Inselregierung von Lanzarote gekippt, durch die Eigentümern von touristisch vermieteten Villen die Aushändigung von Inspektionsbuch und Beschwerdeblättern verweigert wurde. Diese Unterlagen sind in Spanien Voraussetzung für die Ausübung jeder Art gewerblicher Tätigkeit.

Die Resolution wurde damit begründet, dass die behördliche Erlaubnis nicht erteilt werden konnte wegen des seinerzeit bestehenden Moratoriums, und weil sich die Villen im Gebiet „Castillo del Águila“ befinden, das laut Bebauungsplan von Playa Blanca keine touristische Nutzung vorsieht. Das Moratorium war ein temporäres Baustopp-Dekret zur Limitierung der Zahl der touristischen Betten.

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Meinungsfreiheit: Herausgeber von „Cuadernos del Sureste“ bekommt Recht

Felipe Fernández Camero, Ex-Sekretär von Arrecife und Rechtsanwalt, verklagte 2003 Jorge Jiménez Marsá wegen Beleidigung und Verletzung der persönlichen Ehre. Marsá war Journalist und Herausgeber der damaligen lanzarotenischen Zeitschrift „Cuadernos del Sureste“, in der ein kritischer und ausführlicher Artikel veröffentlicht wurde über einen Korruptionsskandal auf der Insel. Und in diesem Zusammenhang über Cameros Verwicklungen in ziemlich schräge Immobiliengeschäfte. Titel des Artikels: „El secretario: el quinto poder“ (Der Sekretär: Die fünfte Gewalt).

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Website der Fundación Helge Achenbach von der Bildfläche verschwunden

Wenn Websites, die in unserem Blog verlinkt wurden, nicht mehr erreichbar sind, erhalten wir eine Fehlermeldung per E-mail – der Technik sei Dank.

Heute kam ein entsprechender Alarm für die Website der „Fundación Helge Achenbach“. Ob das etwas mit dem „Caso Achenbach“ zu tun hat, wissen wir natürlich nicht.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Hauptverfahren im „Caso Unión“ hat begonnen

Zunächst die Vorgeschichte:

Alles begann 2008 mit der „Operación Unión“:

“Operación Unión”, der Einsatz einer Sondereinheit der Guardia Civil, war die Grundlage für das bisher größte Strafverfahren auf Lanzarote. Es geht u.a. um Betrug, Korruption, Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung.

Benannt wurde der Einsatz nach der „Bar Unión“ in Arrecife, einem beliebten Treffpunkt für Verhandlungen über geldwerte Gefälligkeiten im lukrativen Immobiliengeschäft, sowie für die Übergabe von mit Geldscheinen prall gefüllten Umschlägen. Und weil sich dort am 22.7.2008 der Unternehmer Fernando Becerra Robayna mit Carlos Espino Angulo, seinerzeit Generalsekretär der PSOE von Lanzarote, traf, um das ins Stocken geratene Projekt “Costa Roja” in Playa Blanca voran zu bringen.

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Mobiler TÜV auf La Graciosa

La Graciosa war einst eine autofreie Insel, abgesehen von Feuerwehr-, Rettungs- sowie Polizeiwagen.

Ab September 2006 wurden Sondergenehmigungen erteilt für Fahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung. Diese Regelung wurde sukzessive aufgeweicht. Mittlerweile ist die Fahrzeugflotte auf der kleinen Insel so groß, dass eine mobile TÜV-Station alle halbe Jahre auf der Insel ca. 100 Prüfungen durchführt.

Gedanken zum Thema Ölbohrvorhaben

Die Empörung über und der Widerstand gegen die geplanten Ölbohrvorhaben vor der Ostküste von Lanzarote und Fuerteventura sind hier sehr groß. Aber nicht etwa, weil eine grundsätzliche Energiewende angestrebt wird, um so rasch wie technologisch möglich auf Öl verzichten zu können, sondern weil um den Standort als Touristenhochburg gebangt wird. Und ein hoher Wertverlust des eigenen Apartments oder Hauses befürchtet wird.

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Neues altes Besucherzentrum am „Mirador de Haría“

Jahrelang stand das Gebäude am „Mirador de Haría“ leer. Viele Vorbeifahrende hielten trotzdem an und stiegen aus Neugier über die Absperrungskette und stromerten um das Gebäude herum, nicht zuletzt um den fantastischen Blick über weite Teile des Inselnordens bis zum Meer zu genießen. Cesar Manrique hat an der Gestaltung des Gebäudes mitgewirkt, las ich heute in der Zeitung.

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Presse-Unfreiheit Teil 2: Satireblog muss weitere Strafe zahlen

Diese Nachricht ist die traurige Fortsetzung unserer Meldung vom 15. Mai 2013.

Im Juni d.J. wurde der erfrischend kritische Blog „El Agitador“ zu einer weiteren Strafe verurteilt; und zwar in Höhe von 15.000,- Euro. Dabei ging es um eine weitere Fotomontage, von der sich der Herr Staatsanwalt Miguel Pallarés auf den Schlips getreten gefühlt hat.

Gestern hat die spanische Tageszeitung „El País“ ausführlich darüber berichtet.

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Um Gottes Willen: Bistum entlässt schwulen Lehrer

Jahrelang hat ein ehemaliger Pfarrer an zwei Schulen auf Lanzarote das Wahlfach Religion unterrichtet; und Jahr für Jahr erhielt er einen entsprechenden Vertrag von der Schulbehörde, schließlich waren nie Klagen zu hören über diesen Lehrer.

Der Lehrer hat allerdings die aus erzkatholischer Sicht riesengroße Doppelsünde begangen, schwul zu sein und seinen Lebenspartner vor zwei Jahren geheiratet zu haben.

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Spaniens Regierung will Verlinkungen und Web-Inhalte künftig kostenpflichtig machen

Das Gesetz, das Ende Juli mit den Stimmen der konservativen Volkspartei bereits das Parlament passierte, soll im Herbst vom Senat endgültig verabschiedet werden und 2015 in Kraft treten. Demnach sollen Verlage geschützt und „illegale“ Downloads unterbunden werden.

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EU-Erbrechtsverordnung tritt in rund einem Jahr in Kraft

Ist zwar noch eine Weile hin, aber die Zeit vergeht bei mir – zumindest gefühlt – viel schneller, je älter ich werde.

Am 17. August 2015 läuft die dreijährige Übergangsfrist ab; danach richtet sich das anzuwendende Erbrecht in Deutschland und Spanien (sowie in den anderen EU-Ländern mit Ausnahme von Irland, Großbritannien und Dänemark) nach der EU-Erbrechtsverordnung bzw. der EU-Verordnung Nr. 650/2012. Mit der Verordnung wird auch ein Europäisches Nachlasszeugnis eingeführt, eine Art EU-Erbschein.

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Kanaren: Endlich – Privatvermietung von Ferienunterkünften soll legalisiert werden!

Mit einer Petition – s. Nachricht vom 26.3.14  – forderte Doris Borrego Reyes die Legalisierung der Privatvermietung von Ferienunterkünften auf den Kanaren und brachte den Stein ins Rollen: Die Teilnahme war unerwartet groß, auch weil sie unermüdlich für die Sache eintrat, und mit anderen Aktiven u.a. Info-Veranstaltungen auf den Inseln organisierte, um möglichst viele Menschen mit ins Boot zu holen. Weiterlesen