Scheinehen im Visier der Justiz

2.000,- Euro habe man ihm angeboten, berichtet ein 29jähriger. Für 6.000,- hätte er sich vermutlich auf den Deal eingelassen, eine Kolumbianerin zum Schein zu heiraten. Nach einem Jahr hätte die Frau die unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten, und Familienmitglieder hätten nachziehen dürfen. So steht es heute in der Inselpresse. Wie viel Geld geflossen wäre in den 4 aufgeflogenen Fällen, Scheinehen eingehen zu wollen, steht im Zeitungsartikel nicht; dafür aber, wie die Heiratswilligen hinters Licht geführt wurden: Über einen Fragebogen. Dieser musste vom Brautpaar unabhängig voneinander ausgefüllt werden: 1 x in der Ferne in der spanischen Botschaft und 1 x auf Lanzarote. Im Fragebogen wurden Einzelheiten wie z.B. über den familiären Hintergrund des Ehepartners in spe abgefragt; und wie sich das Paar kennen und lieben gelernt hat. Besonders sicher sei diese Methode nicht, wird eingeräumt, weshalb nur in Extremfällen die für die geplante Heirat erforderlichen Papiere zur Eheschließung von den Behörden nicht ausgestellt würden. Scheinehen werden durchs Internet, über Bekannte oder auch über eine auf Scheinehen spezialisierte Mafia organisiert. ….Wo im www die Fragebögen als PDF-Datei herunter zu laden sind, steht nicht im Artikel …