La Graciosa – Playa de las Conchas: Naturschutz oder unwillkommener Eingriff des Menschen?

Es gibt Orte der Sehnsucht; und zu denen gehört die wunderschöne Playa de las Conchas auf La Graciosa (hier ein Foto von Andreas Weibel, ein seit Jahren bzw. Jahrzehnten auf Lanzarote ansässiger Fotograf).

Wegen der starken Unterströmungen ist das Meer dort nicht zum Baden geeignet; aber alleine ein Sonnenbad an diesem Strand mit Blick aufs kristallklare Wasser ist mehr als Entspannung pur.

Der Presse ist heute zu entnehmen, dass es geplant war, im Zugangsbereich des Strands insgesamt etwa 400 Quadratmeter mit Holzplanken zu belegen, und Bänke aus Beton, Abfallbehälter sowie Pergolen zur Beschattung zu installieren. Auch als Observatorium für Vögel gedacht.

Nur gibt es dort am Strand kaum Vögel, die zu observieren sind. Bzw. keine, die eh zu beobachten wären, wenn man ganz ohne Holzkonstruktion und Betonbank eine Weile dort am Strand hockt und Ausschau hält.

Allerdings waren in dem Bereich, der nun überbaut werden sollte, u.a. zwei ehemalige illegale Abfalldeponien. Deren Anwesenheit bzw. deren Aushub und Beseitigung haben zu deutlichen Eingriffen in die Natur geführt.

Durch die geplanten Baumaßnahmen würden zwar Dünenbereiche überbaut, die allerdings seit Jahren von Besuchern zertrampelt und also zerstört wurden und werden. Und durch den Überbau geschützt würden.

Nun steht also sozusagen Aussage gegen Aussage, wenn es um die Renaturierung bzw. Ausgestaltung dieser Bereiche gilt: Denn die regionale Kommission für Umweltverträglichkeitsprüfung hat das Projekt aktuell gestoppt. Während es unter dem spanischen „Ministerio de Transición Ecológica“ (Ministerium für die Ökologische Transition – oder wie auch immer man das übersetzen mag) in die Wege geleitet wurde.

Es gilt also abzuwarten, wer sich durchsetzen wird.