La Palma: Vulkanausbruch

Aktualisierung: Kurz nach dem Schreiben des Beitrags kam es zu ersten Eruptionen und es haben sich Lavaflüsse gebildet.

Erdbebenschwärme in einer Tiefe von 1 – 8 km mit einem bisherigen Höchstwert von 3,3 auf der Richterskala sowie Informationen über einen möglichen Vulkanausbruch halten die Bevölkerung von La Palma derzeit in Alarmstimmung. Vorsorglich wurden heute Menschen mit eingeschränkter Mobilität aus den Gemeinden Mazo, El Paso, Los Llanos de Aridane, Fuencaliente und Tazacorte evakuiert.

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Kanaren: Heute sind 400 Migranten angelandet

Etwa die Hälfte davon auf Lanzarote. Sie kamen auf Lanzarote innerhalb kurzer Zeit in 6 Booten an. Die „Pateras“ erreichten die Küste im Bereich Caletones Blancos, Punta Mujeres, Los Cocoteros und zwei Boote kamen bei Jameos del Agua an. Das 6. Boot wurde nach Arrecife geschleppt. 1 Todesfall ist zu beklagen. Bei den meisten Insassen handelt es sich um junge Marokkaner. Unter den Flüchtlingen aus Subsahara sind mehrere Frauen und Kinder.

Islote de la Fermina wurde eingeweiht

In der Inselpresse gibt es Fotos vom Einweihungs-Event. Einweihung heißt allerdings nicht, dass die Anlage für das Publikum zugänglich ist.

Was und ab wann es in Zukunft für die Öffentlichkeit zu sehen und zu erleben gibt, wissen wir noch nicht.. Die Vorgeschichte ist jedenfalls nicht sehr ruhmreich. Zur Vergangenheit.

Korallengürtel rund um die Kanaren

In einer Meerestiefe von 50 bis 120 Metern an den Hängen des kanarischen Schelfs haben Wissenschaftler einen prächtigen Korallengürtel rund um die Kanaren und also enormen Ausmaßes entdeckt. Das Unternehmen „Aquawork“ stellte das 15-köpfige Team aus Wissenschaftlern und Tauchern. Es war 2019 vom Umweltministerium beauftragt worden, Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel durchzuführen. Dabei sind die Experten auf das prächtige Ökosystem gestoßen, das einen perfekten Lebens- und Rückzugsraum für unzählige Meeresbewohner bietet.

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Kanaren: Im Juli 21 noch 331.486 Beschäftigte in Kurzarbeit

Es sind zwar 56.719 weniger als im Juni, aber mit einer Quote von 8,58% in der Provinz Las Palmas (Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura) und 7,23% in der Provinz Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro) der höchste Wert von ganz Spanien.

Im Beherbergungs- und Gaststättenwesen sind aktuell noch rund 133.500 Beschäftigte in Kurzarbeit, also rund 40% aller Betroffenen.

Flüchtlingsdrama vor Orzola

Im felsigen Küstenbereich von Orzola ist vergangene Nacht ein Zodiac-Boot mit ursprünglich wohl 46 Insassen aus Subsahara gekentert. 38 konnten gerettet werden. Mittlerweile sind 4 Leichen geborgen worden: Zwei Frauen; eine davon war schwanger, ein Mann und ein 8-jähriges Kind. Die Suche nach weiteren Opfern dauert an.

Spanien: Deutlich mehr Todesfälle in 2020

In 2020 sind in Spanien 17,7% mehr Menschen gestorben im Vergleich zu 2019.

Einen besonders hohen Zuwachs gab es in jenen Autonomen Gemeinschaften mit anteilig besonders vielen Covid-19-Infektionsfällen: Madrid +41,2%, Kastilien-La Mancha +32,3%, Kastilien und León +26,0%, Katalonien +23,5%, Aragonien +22,5%, Melilla +22,4%, Ceuta +20,9%.

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Klassenstärken werden reduziert

Ab dem neuen Schuljahr sollen Grundschulklassen maximal 20 Schüler haben, in der Mittelschule wird es maximal 27 statt bisher 30 Schüler pro Klasse geben und in der Oberstufe maximal 30 statt 35, so die kanarische Bildungsministerin Manuela Armas.

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15 Tonnen Hasch auf Fischerboot

Die 4-köpfige Besatzung wurde rund 30 Meilen vor der kanarischen Küste festgenommen und das Fischerboot – die „Odyssey 227“ – in den Hafen von Las Palmas manövriert.

Das Boot fuhr unter mongolischer Flagge und die Ware stammt aus Marokko.

Bei Tabayesco: Simulation einer Flugzeugkollision am 26.5.

Zu Übungszwecken wird am 26.5. ein Großaufgebot an Rettungspersonal und Suchtrupps unterwegs sein auf rund 2 km² an Land im Bereich von Tabayesco sowie in einem rund 1000 m² großen Meeresgebiet im nahen Küstenbereich. Es wird der Zusammenstoß und Absturz eines Zivilflugzeugs mit einem militärischen Transportflugzeug kurz nach dem Start simuliert. Die Such- und Bergungsübungen finden an Land, in der Luft und im Wasser statt.

Also nicht erschrecken und/oder den Notruf wählen.

Umweltgütesiegel: Blaue Flagge für 7 Strände

Vorweg: Die Playa de El Jablillo in Costa Teguise ist seine blaue Flagge wieder los geworden.

Folgende 7 Strände dürfen weiterhin das Gütezeichen hissen:

  • Arrecife: El Reducto,
  • Costa Teguise: Cucharas-Strand,
  • Puerto del Carmen: Playa Grande, Matagorda, Playa Chica & der Pocillos-Strand,
  • Blaya Blanca: Playa Pequeña.

La Santa: PKW auf Tauchgang

Ein Boot sollte über die Slipanlage aus dem Wasser gezogen werden. Die Aktion lief komplett schief, denn der PKW rutschte dabei die Rampe hinunter und landete im Wasser. Zu Schaden kam glücklicherweise niemand. Per Seil konnte das Auto wieder aus dem Wasser gezogen werden. Video des ersten Rettungsversuchs:

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Marode Leitungen: 58% des Wassers gehen verloren

Jahrelang stand es nicht gut um den Zustand der insularen Wasserleitungen, so dass beschlossen wurde, die Wasserversorgung zu privatisieren. Zuschlag bekam das Unternehmen „Canal de Isabel II“ aus Madrid, das auf Lanzarote unter dem Namen „Canal Gestion“ in 2014 den Betrieb der Meerwasserentsalzungsanlagen sowie das Leitungsnetz des insularen Wasserkonsortiums „Inalsa“ übernahm.

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NASA tauft Marsgebiet „Timanfaya“

Der Marsroboter ‚Perseverance‘ ist am 17.2.21 gegen 22.00 Uhr in einem Gebiet auf dem Mars gelandet, das die Forscher der Weltraumbehörde NASA mit dem Namen des Nationalsparks von Lanzarote getauft haben.

Der kanarische Cartoonist „Padylla“ (José Luís Padylla) hat das Ereignis gezeichnet und dem Roboter eine Sprechblase verpasst mit dem Inhalt:

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Lanzarote Ironman 2021

Ursprünglich sollte das sportliche Ereignis am 22. Mai stattfinden, nun wurde es verschoben auf den 3. Juli d.J.. Wer sich angemeldet hat und am neuen Datum nicht teilnehmen kann oder möchte, kann kostenlos verschieben auf das nächste oder übernächste Jahr.

Finanzierung für die Instandsetzungsarbeiten der LZ-207 oberhalb von Tabayesco steht

Zumindest auf dem Papier geht es voran mit der seit gut 2 Jahren ab oberhalb von Tabayesco gesperrten Verbindungsstraße zwischen Arrieta und Haría: Nun sind die von der EU kofinanzierten Mittel in Höhe von 575.000,- für erforderliche Arbeiten frei gegeben worden und bald schon soll die Ausschreibung erfolgen. Bei den zu erledigenden Arbeiten handelt es sich insbesondere um die Sicherung der Abhänge, bei denen Steinschlaggefahr besteht.

Costa Teguise: Baustelle vom neuen Fußballplatz steht still

2019 erfolgte der Spatenstich in der Ciudad Jardín für den neuen Platz und die Gebäude für sanitäre und soziale Einrichtungen. In 2020 sollte die Einweihung sein, stattdessen gingen die Bauaktivitäten kontinuierlich zurück; und seit Dezember passiert gar nichts mehr. Der Grund für die Verzögerungen ist nicht bekannt gegeben worden – hier ein Video:

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Spanien: Ergebnisse der 4. Phase der groß angelegten Antikörper-Studie veröffentlicht

Auf den Kanarischen Inseln haben bislang nur 3,8% der Bevölkerung eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht – in der westkanarischen Provinz Santa Cruz de Tenerife sind es 3,5% und in der ostkanarischen Provinz Las Palmas 4,1%.

Dies ergab die 4. Phase der groß angelegten Studie, die im April d.J. gestartet wurde. Phase 4 fand in der zweiten Novemberhälfte statt. Diesmal nahmen insgesamt 51.409 Menschen teil; auf den Kanaren 1.973.

Im Landesdurchschnitt sind es mittlerweile 9,9%. Spitzenreiter sind die autonomen Gemeinschaften Madrid mit 18%, Castilla La Mancha mit 16% und Navarra mit 14% .

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Lanzarote & Fuerteventura: Bereits 9% Firmen weniger

Die ökonomischen Folgen der Pandemie sind in den Touristenzentren besonders sichtbar: Dort nehmen die Schilder „zu verkaufen“ oder „zu verpachten“ bei gewerblichen Immobilien täglich zu.

Bereits 9% der Firmen/Betriebe der beiden östlichen Kanaren wurden seit diesem Frühjahr dauerhaft geschlossen; und ein Ende dieses Trends ist noch längst nicht in Sicht.

Flüchtlingsboot gesunken: Mindestens 140 Tote

Vor der senegalesischen Küste sind mindestens 140 der rund 200 Insassen eines Flüchtlingsboots mit Kurs auf die Kanaren ums Leben gekommen. Das Boot startete am 24.10. in der Stadt M’bour im Westen des Senegal und fing nach wenigen Stunden Feuer. Kurz darauf ist es gesunken. Spanische und senegalesische Fischerboote kamen zu Hilfe, konnten aber nur noch 59 Insassen retten, wurde heute bekannt gegeben.

Ärztestreik in Spanien

Morgen, 27.10., streiken die Ärzte in Spanien inklusive Kanaren. Die Ärztevereinigung hat zu Protesten gegen den aktuellen Gesetzentwurf der spanischen Zentralregierung aufgerufen, wonach zukünftig Mediziner ohne fachliche Spezialisierung in allen Bereichen des öffentlichen Gesundheitssystems eingesetzt werden können, um den Personalmangel zu beheben.

Vater des privaten Kaktusgartens von Mala gestorben

Wer durch das Dorf Mala spaziert, bzw. dort durch das Quartier westlich der Dorfdurchgangsstraße, wird früher oder später an einem stattlichen Haus mit vielen besonders prachtvollen Kakteen vorbei kommen: Dort hat Eloíno Perdomo in den letzten Jahrzehnten auf 8000 qm Grund ca. 2000 Kakteen sehr hingebungsvoll gezüchtet, gehegt und gepflegt. Und hat jeden Interessierten, selbst wenn er kein Wort Spanisch sprach, stets willkommen geheißen und seinen privaten Kaktusgarten gezeigt. Gestern ist er mit 90 Jahren gestorben.

Mehr zu Eloíno und seiner besonderen Liebe zu den Kakteen steht in diesem älteren Artikel der ehemaligen Inselzeitung Lanzarote 37°.

Passagier mit 1,2 kg Kokain erwischt

Heute wurde bekannt, dass am 11. Oktober ein ausländischer Passagier am Flughafen festgenommen wurde, der versuchte, 1,2 kg Kokain – in kleinen Portionen abgepackt und sodann verschluckt – auf die Insel zu bringen.

Solche Drogenkuriere – hier „mulas“ (Maultiere) genannt – werden auf den Kanaren regelmäßig von der Guardia Civil heraus gefischt.

Kanaren: Rekordzahl an Bootsflüchtlingen

Am heutigen Freitag sind zwischen Mitternacht und 20:00 Uhr bislang mehr als 700 Bootsflüchtlinge angekommen:

  • auf Teneriffa 423 in 4 „Cayucos“ (so werden hier größere Flüchtlingsboote genannt),
  • auf Gran Canaria 199 in 12 „Pateras“ (kleinere Boote),
  • auf Lanzarote mindestens 97 (Marokkaner, darunter 22 Minderjährige) in 5 Pateras,
  • auf Fuerteventura mindestens 6 in 1 Patera.

Nach wie vor sind einige Insassen untergetaucht, weshalb die endgültige Zahl noch nicht feststeht. Just heute ist José Luis Escrivá, spanischer Minister für Soziales, Inklusion und Migration im Süden von Gran Canaria zu Besuch, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Denn in diesem Jahr sind bereits deutlich mehr Bootsflüchtlinge angekommen als in den Vorjahren, und es kommt zu Engpässen bei der Unterbringung; insbesondere bei unbegleiteten Minderjährigen.

2006 war ebenfalls ein Jahr, in dem sehr viele Bootsflüchtlinge auf die Kanaren kamen.

Kaktusgarten von Guatiza gekürt

Wir hatten zuvor noch nie etwas gehört oder gelesen von der Organisation „Great Gardens of the World“: Nun hat jene Organisation den Kaktusgarten von Guatiza in ihre Liste der schönsten Gärten aufgenommen. Hier geht es zur Website mit Fotos und einem etwas zu hektischen Video.

Besonders schön ist es im Kaktusgarten, der täglich von 10:00 – 17:00 h geöffnet hat, am Nachmittag ab gegen 16:00 h.

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Küste vor Charco del Palo: Pardela-Wilderer festgenommen

Seit 1986 ist die Jagd auf Pardelas verboten, wie hier die Sepiasturmtaucher heißen (vormals Gelbschnabel-Sturmtaucher). Die Tradition lebt leider nach wie vor in einigen Familien weiter. Besonders beliebt sind als Jagdbeute Eier, Küken und Jungtiere dieser Vogelart, die Klippen, Vulkanspalten, Höhlen und Vertiefungen in Küstennähe als Brutorte wählt.

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Sinnlose Maßnahmen zur Viruseindämmung

Seit gestern protestiert ein Bauer vor dem Gebäude der Inselregierung, weil die Wochenmärkte coronabedingt geschlossen wurden. Deshalb bleibt er auf seinen Produkten sitzen.

Dass keine Wochenmärkte stattfinden dürfen, ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Supermärkte haben indes – abgesehen von der generellen Maskenpflicht – ohne Einschränkung geöffnet.

Viele Maßnahmen sind hier mehr als hanebüchen:

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„Mareas del Pino“ – zur Zeit extreme Gezeiten – heute am Famara-Strand

Zu Voll- und Neumond sind die Tiden generell stärker ausgeprägt, weshalb in dieser Zeit bei Ebbe Strandspaziergänge besonders viel Freude bereiten.

Im September, dem Monat der Schutzheiligen „Virgen del Pino“, sind die Gezeiten (spanisch „mareas“) zu Voll- und Neumond besonders stark ausgeprägt. Deshalb ist sie hier Namenspatronin für dieses Naturphänomen geworden.

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Hausbesetzung gilt nun als Einbruch

Hausbesetzer – hier „Okupas“ genannt – hatten bisher ein leichtes Spiel, sich über Monate oder gar Jahre in Immobilien einzunisten, die ihnen nicht gehören. Auf Lanzarote gibt es zahlreiche besetzte Häuser und Wohnungen.

2018 wurde ein neues Gesetz verabschiedet, Zwangsräumungen im Express-Verfahren durchführen zu können. Die Praxis zeigte jedoch, dass es kaum einfacher geworden ist, die ungebetenen Dauergäste wieder loszuwerden.

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Dieses Jahr sind bereits 5.210 Bootsflüchtlinge auf den Kanaren angekommen

Gestern kam auf Gran Canaria das 192. Flüchtlingsboot in 2020 auf den Kanaren an. Diesmal waren 142 Migranten aus Subsahara an Bord. Am selben Tag waren bereits mehrere Boote aus Marokko angekommen.

In der ersten Septemberhälfte gab es mit 1.331 Migranten besonders viele Ankünfte.

Zur Zeit sucht die kanarische Küstenwache per Flugzeug nach einem Schlauchboot mit 34 Insassen, das um 4:00 Uhr morgens an der Südwestküste von Marokko abgelegt hat. Die Insassen baten telefonisch um Hilfe, nachdem der Bordmotor ausgefallen war.

Playa de la Cantería: 50-Jähriger ertrunken

Die gefährlichen Strömungen an der Playa de la Cantería bei Órzola fordern immer wieder Todesopfer. Heute Nachmittag versuchten Strandbesucher, einen Mann zu retten, indem sie ihn an Land zogen und versuchten, ihn wiederzubeleben. Leider ist das auch den herbei gerufenen Sanitätern nicht mehr gelungen.

Vor La Palma: Segelboot mit 1 Tonne Kokain an Bord

Das unter kroatischer Flagge segelnde Drogenboot namens „Majic“ befand sich schon längere Zeit unter polizeilicher Beobachtung, wobei mit kroatischer Polizei sowie auch international kooperiert wurde.

Im Februar hat das Boot Dubrovnik verlassen zunächst Richtung Montenegro. Weiter ging es über Almeria nach Lanzarote, wo es im Juni im Hafen von Arrecife lag, und die drei Mann Besatzung beschattet wurde.

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Umgang mit den Bootsflüchtlingen

In letzter Zeit kommen wieder relativ viele Flüchtlingsboote an. Nach aller Erfahrung aus der Vergangenheit sind so manche Boote aus Marokko Drogenboote (hier Narcopateras genannt) – d.h. mit Flüchtlingen plus Cannabis an Bord. Die Nachfrage danach ist auf den Inseln schließlich besonders groß (nach Kokain ebenfalls). Für die Flüchtlinge reduziert Drogentransport den Schlepperpreis; und für die Drahtzieher gibt es ein lukratives Zusatzgeschäft.

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La Graciosa – Playa de las Conchas: Naturschutz oder unwillkommener Eingriff des Menschen?

Es gibt Orte der Sehnsucht; und zu denen gehört die wunderschöne Playa de las Conchas auf La Graciosa (hier ein Foto von Andreas Weibel, ein seit Jahren bzw. Jahrzehnten auf Lanzarote ansässiger Fotograf).

Wegen der starken Unterströmungen ist das Meer dort nicht zum Baden geeignet; aber alleine ein Sonnenbad an diesem Strand mit Blick aufs kristallklare Wasser ist mehr als Entspannung pur.

Der Presse ist heute zu entnehmen, dass es geplant war, im Zugangsbereich des Strands insgesamt etwa 400 Quadratmeter mit Holzplanken zu belegen, und Bänke aus Beton, Abfallbehälter sowie Pergolen zur Beschattung zu installieren. Auch als Observatorium für Vögel gedacht.

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Timanfaya: Prototyp für thermoelektrischen Generator installiert

Forscher des Instituto de Smart Cities (ISC) der Universität Navarra haben Ende August im Nationalpark einen Prototyp zur Gewinnung von Energie aus Wärme installiert. In nur 2 m Tiefe beträgt die Temperatur dort noch 170 Grad.

Es handelt sich um den ersten Generator dieser Art, der auf dem thermoelektrischen Effekt (Seebeck-Effekt) in Halbleitern basiert.

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Famara-Strand: Rettung per Surfboard

Der Famara-Strand ist wunderschön, aber leider auch sehr gefährlich, weshalb dort regelmäßig Schwimmer ertrinken: Gäb’s dort keine Surfer, wären noch mehr Menschen von gefährlichen Unterströmungen in den Tod gerissen worden. Heute wurde ein in Not geratener Schwimmer von Surfern und von auf Surfbrettern herbei geeilten Rettungsschwimmern zurück an den Strand gebracht. Per Drohne wurde der Einsatz koordiniert und gefilmt. Das Video ist > im Artikel der Inselzeitung Lavozdelanzarote zu sehen. Am Famara-Strand weht permanent die rote Flagge.

Wellen beschädigen neuen Holzbelag der Arrieta-Plattform

Nach vielen Monaten langsamer Bautätigkeit war die neue Brücke zum Betonklotz, der auch als Wellenbrecher dient, noch nicht einmal eingeweiht, nun müssen bereits Reparaturarbeiten erfolgen: Denn die Holzlatten, die kürzlich auf die Plattform geschraubt wurden, haben – wie zu erwarten war – keine paar Wochen gehalten.

Ein Foto gibt es hier.

Calima lässt uns weiter schwitzen

Gestern stiegen die Temperaturen in Tías sogar auf über 40 Grad, heute soll es mit 37 Grad etwas „kühler“ werden. Zumindest gibt es heute deutlich weniger Sand in der Luft als gestern und vorgestern.

La Palma: Ursache für Waldbrand wohl geklärt

1200 Hektar Waldfläche in der Gemeinde Garafía waren betroffen vom Brand. Mehrere Tage dauerte die Brandbekämpfung und vorsorglich mussten rund 300 Menschen sowie diverse Tiere evakuiert werden.

Nun wurde bekannt, dass die Brandursache wohl durch Gedankenlosigkeit entstanden ist: Ein 16-Jähriger soll einen alten Feigenkaktus angezündet haben, der auf der Zuwegung der Finca der Familie im Weg stand. Die Flammen gerieten außer Kontrolle.

Zur Zeit gilt auf Gran Canaria und den Westkanaren wegen der langen Trockenheit und der Hitze höchste Waldbrand-Alarmstufe.

Hotels & Apartments: Rund 60 Mio. Euro Verlust im Juli

Der Umsatz betrug in diesem Juli nur rund 8 Mio. Euro – im Vorjahr betrug er gerundet 67 Mio. €. Die Hotels machten diesen Juli nur 6,7 Mio. € Umsatz (2019: 49,5 Mio.); und die Ferienhäuser und -wohnungen nur rund 1,5 Mio. (2019: 17,4 Mio.).

Es kamen in diesem Juli nur rund 42.000 Besucher auf die Insel – im Vorjahr waren es rund 284.000. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist von 8,36 Tage im Juli 2019 auf 5,85 Tage gefallen.

Die Übernachtungspreise sind ebenfalls gefallen: In Hotels von durchschnittlichen 107 Euro pro Übernachtung auf 89 Euro. Und in Ferienhäusern/-wohnungen von rund 66 auf 51 Euro.

Quelle

4 Windkraftanlagen für den Windpark Arrecife eingetroffen

Die Fundamente stehen bereits; nun sind die vier Anlagen eingetroffen. Sie haben eine Nabenhöhe von jeweils 85 m und einen Rotordurchmesser von 71 m. Die jährliche Leistung soll bis zu 28.605 MWh betragen.

Der Windpark wird betrieben von der Firma Elcnor und wurde u.a. durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

68-Jähriger auf La Graciosa ertrunken

La Graciosa hat wahrlich traumhafte Strände, aber so manche haben das ganze Jahr über gefährliche Unterströmungen. Zur Zeit herrscht zudem das Wetterphänomen „Calima“, das – wie so häufig – neben höheren bis hohen Temperaturen extrem starken Wind und noch stärkere Windböen im Gepäck hat und das Meer aufwühlt. Vermutlich war es dieses Potpourri aus ungünstigen Bedingungen, das ein neues Todesopfer gefordert hat: Der 68-Jährige konnte leider nicht mehr reanimiert werden.

Datenschutz à la Lanzarote

Immer wieder erschreckend, wie wenig Sensibilität es in Sachen Datenschutz gibt. Nach vielen Jahren habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, in vielen selbst sehr alltäglichen Situationen die NIE (Nr. im Ausländerregister) bzw. DNI-Nr. (Personalausweisnummer) angeben zu müssen.

Arrecife schießt diesbezüglich den Bock: Ergebnisse von Auswahlverfahren werden mit Namen und Punktezahl veröffentlicht (Expediente 12473/2020). Und auch, wer nach welchen Kriterien einen Vorschulplatz erhalten hat oder sich noch auf der Warteliste befindet (Expediente 7537/2020) – alle sensiblen Daten sind öffentlich zugänglich. Z.B. ob der Haushalt des Kindes arm ist, Eltern getrennt leben, Schwerbehinderungen vorliegen, es Geschwister gibt, um aktuelle Beispiele zu nennen. Die Liste ist lang:

https://arrecife.sedelectronica.es/board

Neue Fähre: Fahrt zwischen Cádiz und Arrecife um 3 Stunden verkürzt

Die Reederei Naviera Armas setzt auf der Strecke Cádiz – Lanzarote – Gran Canaria – Teneriffa eine neue Fähre mit dem Namen „Ciudad de Valencia“ ein. Sie ersetzt dort die „Ciudad de Palma“ und hat ein um 30% höheres Ladevolumen: Von den 3.300 m Ladefläche sind 2.600 m für Sattelauflieger vorgesehen und der Rest für LKW, Lieferwagen, Caravans und PKW.

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Berufsfischer klagen: Immer mehr Freizeitangler, immer weniger Fische

Kaum war Phase 3 des Lockdowns am 25. Mai beendet, begann der Run auf Angellizenzen. Dieses Jahr wurden bereits 1.063 Angelscheine vergeben, und nach wie vor kommen täglich 25 bis 30 hinzu. Zahlreiche Freizeitangler sind an den Küsten zu sehen; insbesondere in den bevorzugten Küstenabschnitten vor Mala, Tinajo, Puerto del Carmen und Los Charcones (das ist der Küstenabschnitt nordwestlich von Playa Blanca mit den Badebuchten und Gezeitenbecken, in denen bei Ebbe gebadet werden kann).

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Seit gestern, 19.6., können die Inselattraktionen wieder besichtigt werden

Alle von der Inselregierung betriebenen Attraktionen – also der Timanfaya Nationalpark, Jameos del Agua, Cueva de los Verdes, Mirador del Río, Monumento al Campesino, der Kaktusgarten und das Museum für zeitgenössische Kunst MIAC im Castillo de San José sind wieder geöffnet.

Bis 28. Juni ist in allen genannten Sehenswürdigkeiten „Tag der offenen Tür“ für Inselresidenten.

Öffnungszeiten:

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Beim wilden Harpunieren ins Knie geschossen

Da hat sich heute ein ganz besonderer Schlauberger verletzt. Ob er sich die Harpune selbst ins Knie geschossen hat, oder einer seiner noch nicht identifizierten Harpunierkumpel, ist noch nicht klar. Denn besonders redsam scheint das Opfer (seiner selbst?) nicht zu sein; schließlich wurde an einem Meeresabschnitt gewildert, wo selbst das Angeln verboten ist.

Ein Foto des misslichen Missgeschicks gibt es in diesem Zeitungsartikel der Inselpresse.

Ab Juni in Spanien: Grundeinkommen für Arme soll kommen

Bei der kommenden Kabinettssitzung werde das Grundeinkommen (ingreso minimo vital, IMV) beschlossen, kündigte Sánchez an. Mit anderen Worten: In Spanien soll künftig niemand mehr unter der Armutsgrenze leben müssen. Ausschließlich maßgeblich für den Bezug (=Aufstockungsbetrag zur Armutsgrenze) soll die Bedürftigkeit der in einem Haushalt lebenden Personen sein.

Schätzungsweise 850.000 Haushalte werden Unterstützungszahlungen erhalten. In Spanien gab es bislang nur sehr geringe staatliche Fürsorgeleistungen, weshalb so viele Haushalte in Armut leben. Zur Zeit wird das besonders deutlich an den täglich länger werdenden Schlangen vor den Armenküchen.

Keine Feste und Wallfahrten bis 1.10.

Alle sieben Gemeinden Lanzarotes haben beschlossen, sämtliche Feste und „Romerías“ bis zum 1.10. ausfallen zu lassen. Darunter auch die größte Wallfahrt der Insel zu Ehren der Schutzheiligen von Lanzarote im September nach Mancha Blanca nebst Kirmes, Folkloreveranstaltungen und Kunsthandwerkermesse.

Digitaler Gesundheitspass: Kanaren von der Weltorganisation für Tourismus für Pilotprojekt gewählt

Unsere Inselzeitung Lavozdelanzarote meldet heute, dass es im Juli einen ersten Testflug auf die Kanaren geben soll, bei dem die Passagiere via App mit einem digitalen Gesundheitspass namens hi+Card ausgestattet werden, der auch als Nachweis dienen soll, dass keine Covid-19-Infektion vorliegt.

Dabei soll es sich um ein digitales Gesundheitsprofil handeln, bei dem die Daten verschlüsselt werden. Um Fälschungen zu vermeiden, sollen die Daten ausschließlich von medizinischen Einrichtungen eingepflegt werden können, die vom Gesundheitsministerium akkreditiert wurden, so Antonio López de Ávila, Mitbegründer von hi+Card und CEO von TDDS.

Flüchtlingsboot gesunken: 2 Tote und mindestens 19 Vermisste

In den letzten Tagen sind mehrere Flüchtlingsboote mit Menschen aus der Subsahara-Region auf den Kanaren angekommen. Gestern kam erneut ein Notruf ein. Insassen eines Schlauchboots mit Ziel Kanaren hatten gemeldet, dass ihr Boot am Sinken war etwa 24 km vor Tan-Tan an der südmarokkanischen Küste. Sofort machte sich ein Rettungsboot von Lanzarote aus auf den Weg. Zwei Menschen konnten nur noch tot geborgen worden, die weiteren Insassen werden noch vermisst. Von mindestens 19 ist die Rede.

Ironman Lanzarote 2020 & Volcano Triatlón abgesagt

Die größte Sportveranstaltung der Insel, der jährlich stattfindende „Ironman Lanzarote“ und dieses Jahr auf den 23.5. terminiert, ist wegen der Covid-19-Einschränkungen abgesagt worden. Ebenso der „Volcano Triatlón“, der am 25 April 2020 hätte stattfinden sollen.

Es gibt in diesem Jahr keine Ersatztermine. Die Sportler können erst wieder im nächsten Jahr ihre Kräfte messen an folgenden Terminen:

Volcano Triatlón: 24.4.2021
Ironman Lanzarote: 22.5.2021